Wall Street
Protestler halten Banker in Atem

Die Proteste gegen die Verantwortlichen der Finanzkrise reißen nicht ab. Auch von der Polizei lässt sich die Bewegung nicht abschrecken: Sie wollen in den nächsten Tagen erneut auf die Straße gehen.
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New YorkIm Finanzviertel von New York versammelten sich am Sonntag erneut etwa 800 Menschen, die nach eigenen Angaben nicht weichen wollen: „Nehmen sie einen von uns fest, tauchen zwei neue auf“, sagte der ehemalige Bauarbeiter Robert Cammisos, der am Samstag vorübergehend festgenommen worden war. Die Bewegung kündigte für Mittwochnachmittag einen neuen Marsch auf die Wall Street an.

Bei Protesten gegen die Verantwortlichen der Finanzkrise und die Macht der Banken waren am Samstagabend in New York mehr als 700 Menschen festgenommen worden. Die Polizei hatte ihr Vorgehen damit begründet, dass die Demonstranten die Brooklyn Bridge, eines der Wahrzeichen der US-Metropole, blockierten und damit die öffenliche Ordnung störten.

Die Proteste gegen die Banken hatten am 17. September begonnen. Ihr Quartier haben die Aktivisten im kleinen Zuccotti-Park in Manhattan aufgeschlagen, der sich nahe des bei den Anschlägen des 11. September 2001 zusammengestürzten World Trade Center befindet. Vorbild sind die Protestcamps in Spanien und von Demonstranten in der arabischen Welt. Eine geplante symbolische Besetzung der Wall Street wurde von der Polizei vor zwei Wochen mit einem massiven Aufgebot verhindert. Das teils harte Vorgehen der Beamten wurde über per Smartphone aufgenommene Youtube-Videos weltweit bekannt.

Für Samstag hatten die Demonstranten daher beschlossen, zur Brooklyn Bridge zu ziehen. Nach Angaben der Polizei liefen sie zu Hunderten auf die Brücke und blockierten den Verkehr. Die Brücke musste am Samstagnachmittag für mehrere Stunden gesperrt werden.

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  • Diese linken Neidbürger bringen nur ihr eigenes verkorktes Leben auf die Reihe und wollen lediglich jenen die etwas im Leben aufbauten alles zerstören. Neidkultur pur bei den Rotgrünen eben, nicht nur in den USA.

  • Auf alles Schall und Rauch gibt es aktuelle Videos zu den Demos bei der Boston FED und San Francisco JP Morgan Chase.

  • Die Finanzindustrie hat es bis heute geschafft eine umfassende Regulierung der internationalen Finanztransaktionen zu verhindern. Wer darauf gehofft hatte, dass nach dem Lehmann Schock die Finanzindustrie selbst Regularien und Risikokontrollen einführt, den kann man nur als naiv bezeichnen.
    Das weltweite Casino brummt mehr all je zuvor. Und die Banken gewinnen immer (als der Rest).
    Die Zeit ist reif für ein zurechtstutzen des Finanzsektors auf ein gesundes Maß. Fehlentwicklungen wie high speed trading, ungedeckte Leerverkäufe, Spekulation mit wichtigen Rohstoffen und Nahrungsmitteln und das ständige erfinden nahezu undurchschaubarer "Finanzprodukte" die den Charackter einer Glückspielwette haben gehören weltweit verboten oder zumindest streng reglementiert.
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    Und die Anleger müssen sich auf weniger Ertrag für angelegtes Vermögen einstellen, solange es nicht in der Realwirtschaft angelegt ist, sondern auf der Welt herum vagabundiert auf der Suche nach der höchsten Rendite.

    Es ist Zeit für einen weltweiten Code of Conduct sowohl für die Finanzakteure als auch die Anleger mit dem Ziel der Stabilität und Gerechtigkeit.

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