Warnung
USA drohen mit Klage wegen Airbus-Zuschüssen

Die USA haben Deutschland und Frankreich vor Zuschüssen für den neuen Airbus-Langstreckenjet A350 gewarnt.

HB PARIS. "Wenn sie daran festhalten, werden wir bei der Welthandelsorganisation WTO klagen", sagte der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk am Donnerstag in Paris. Die geplante Unterstützung für das 11 Milliarden Euro teure Projekt sei ein Beispiel "für überzogene Staatshilfe für die Privatindustrie".

Für Airbus-Chef Thomas Enders ist eine Beteiligung der Regierungen in Berlin und Paris an Entwicklungs- und Programmkosten notwendig, um gegenüber dem US-Konkurrenten Boeing nicht ins Hintertreffen zu geraten. Vorgesehen sind staatliche Kredite im Volumen von 30 bis 33 Prozent der Gesamtkosten.

Mit dem A350 will sich Airbus im hart umkämpften Markt der mittelgroßen Langstreckenjets gegen das Boeing-Modell B787 (Dreamliner) behaupten. Das weitgehend aus Kunststoff gefertigte Flugzeug soll erstmals 2012 abheben.

Die USA werfen dem europäischen Flugzeugbauer vor, nur mit öffentlicher Hilfe Boeing im Rennen um Aufträge eingeholt zu haben. Die Europäer ihrerseits kritisieren, Boeing werde mit Steuervergünstigungen, Zuschüssen für die Entwicklung sowie einem Quasi-Monopol für Militäraufträge gepäppelt.

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