Weltgeschichten unserer Korrespondenten

Im japanischen Amt
Eine handgeschnitzte Unterschrift

Mit der eigenen Signatur kann man in Japan schnell an Grenzen stoßen. Bei Vertragsabschlüssen wird deshalb immer wieder nach einem Namensstempel gefragt. Nur ärgerlich, wenn dieser kaputtgeht. Eine Weltgeschichte.

TokioMeine Augen weiten sich erschreckt. Erst zuckt die Hand vor, dann die Fußspitze – doch sie kommen zu spät. Sie können den Fall meines Namensstempels nicht stoppen. Mit einem Tock schlägt der kleine ovale hölzerne Stab auf. Schnell beuge ich mich herunter, um ihn aufzuheben und zu begutachten. Oh, nein, ein kleines Stück ist aus der Umrandung gebrochen. Das Drama beginnt.

Wenn ich eine Hypothek abschließen wollte, könnte ich das mit meinem kaputten Stempel vorerst vergessen. Nicht einmal eine Banktransaktion könnte ich abschließen. Denn sowohl diverse Bankgeschäfte als auch amtliche Verträge werden in Japan generell nicht unterschrieben, sondern bestempelt....

 
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