Weltverkehrsforum
Private sollen Infrastruktur mittragen

Viele sehen Straßen und Schienen als allgemeine Daseinsvorsorge an, die selbstverständlich vom Staat finanziert wird. Doch das wird bald nicht mehr reichen, glaubt der Generalsekretär des Weltverkehrsforums José Viegas.
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LeipzigÖffentliche Verkehrsprojekte können nach Expertenmeinung weltweit künftig nur noch realisiert werden, wenn privates Geld investiert wird. Die öffentlichen Kassen seien leer, doch im Zuge der Globalisierung explodiere die Mobilität, sagte der Generalsekretär des Weltverkehrsforums, José Viegas. Über Modelle für die Infrastrukturfinanzierung der Zukunft diskutieren seit Mittwoch Teilnehmer aus 50 Ländern beim Weltverkehrsforum in Leipzig.

Die Denkfabrik bringt einmal im Jahr Wissenschaftler, Wirtschaftskapitäne und Politiker zur Diskussion über Zukunftsfragen von Transport und Verkehr zusammen. Das diesjährige Thema „Funding Transport“ sei gewählt worden, um die Dimension der künftigen Herausforderungen deutlich zu machen, sagte Viegas.

„Es scheint, dass zu viele Leute in der Politik denken, es braucht nur etwas mehr Geld, aber das ist nicht so“, sagte Viegas. Nach seinen Angaben wird sich der Passagierverkehr in der Luft bis 2030 verdoppeln, der Umfang der Luftfracht verdreifacht sich und der weltweite Containerumschlag wird sich bis 2030 vervierfachen. Allein für den Ausbau von Flughäfen, Häfen und Bahnlinien würden bis dahin nach Schätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD elf Billionen US-Dollar gebraucht.

Die Entwicklungs- und die Industrieländer stünden vor einem Wendepunkt. Bei den Entwicklungsländern gehe es um den massiven Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. In den Industrieländern hingegen gehe es um die grüne Entwicklung der Mobilität mit völlig neuer Infrastruktur. „Die neuen Systeme werden auch gut funktionieren, aber sie erfordern riesige Investitionen“, sagte Viegas.

„Wir sind in einer Zeit, in der öffentliche Mittel nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen, aber es gibt privates Geld“, betonte er. Privates Geld wolle indessen bestimmte Rahmenbedingungen. Die Umsetzung von Verkehrsprojekten dauere lange und die Margen seien vergleichsweise niedrig. Für private Geldgeber müsse es attraktiv sein, in öffentliche Infrastruktur zu investieren.

Es müsse auch die Frage beantwortet werden, wie die Kosten fair und transparent verteilt werden könnten. Anliegen des internationalen Treffens sei es vor allem, Erfahrungen auszutauschen, etwa beim Thema öffentlicher und privater Partnerschaften, bekannt als Public Private Partnership, und Entscheidungshilfen für die Politik zu liefern. Das Weltverkehrsforum ist bei der Internationalen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angesiedelt und Nachfolgeveranstaltung für die frühere Verkehrsministerkonferenz.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bevor man alles, was man nicht kennt als "Quark" abqualifiziert, sollte man sich erstmal informieren. Es geht um Wissenschaft. Bildungsresistenz ist errschreckend.

  • Wir brauchen unbedingt eine EU-Schlaglochverordnung und einen Haufen von Kontrolleuren, die die Schlaglöcher vermessen.

  • Weltverkehrs-Forum?
    Was ist das denn nun wieder für ein Quark.
    Man braucht kein solches Forum, wenn in Deutschland die Straßen nur noch aus Schlaglöchern vom vorigen Winter bestehen
    Sind unsere Politiker eigentlich nicht mehr in der Lage, irgend etwas im Lande selbst zu regeln?
    Wenn das so ist, brauchen wir keine Regierung
    Bestimmt demnächst irgend ein Land, dass in Deutschland die Straßen gemacht werden müssen, oder wie?
    Mein Gott, Thomas Wiezorek hat Recht, wir werden nur von Dilettanten regiert

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