Weltwirtschaftskrise
Armut in Mexiko gestiegen

Die armen Menschen in Mexiko sind während der Weltwirtschaftskrise noch ärmer geworden. Die extreme Armut ist jedoch leicht gesunken. Urbane Zonen sind allgemein stärker von Armut betroffen.
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Mexiko-StadtDie Armut in Mexiko ist während der Weltwirtschaftskrise zwischen 2008 und 2010 um 1,7 Prozentpunkte auf 46,2 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Das teilten die Behörden am Freitag in Mexiko-Stadt mit. Demnach gelten rund 52 Millionen der 112 Millionen Menschen in Mexiko als arm.

„Das tut uns zweifellos weh“, sagte Jesús Heriberto Félix Guerra, Minister für soziale Entwicklung. „Es wäre unverantwortlich, die Folgen der Krise für die Bürger Mexikos zu ignorieren“, so Félix Guerra weiter. Nach Angaben des Nationalen Rats für Evaluierung der politischen und sozialen Entwicklung (CONEVAL) ist der Anteil der Bevölkerung, der in extremer Armut lebt, hingegen von 10,6 auf 10,4 Prozent leicht gesunken.

Als extrem arm gelten nach von der Weltbank festgesetzten Werten Menschen, die weniger als 1,25 Dollar am Tag zur Verfügung haben. „Die Krise hat hauptsächlich die urbanen Zonen Mexikos getroffen“, sagte Félix Guerra. Die Schwächung der Weltwirtschaft habe ein allgemeines Sinken der Einkommen in Mexiko hervorgerufen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Auch Bevölkerungswachstum und Armut produzieren neue Armut. Wenn dann zudem auch Mittel für Bildung etc. fehlen, kann sich ein Fortschritt nicht entwickeln.

    Das ist jedoch kein reines Mexikoproblem, sondern ein Entwicklungs- und Schwellenlandproblem. Letztendlich auch ein globales Problem. Für alles Mögliche existieren Geschäftsmodelle - für eine zu rasche Bevölkerungsexplosion mit steigendem Ressourcenverbrauch dagegen nicht.

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