Wen auf Staatsbesuch
China und Pakistan unterzeichnen Milliarden-Abkommen

Beim Staatsbesuch von Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao in Pakistan sind Wirtschaftsabkommen in Milliardenhöhe unterzeichnet worden. Nach Medienberichten soll China sich unter anderem zum Bau eines weiteren pakistanischen Atomkraftwerks verpflichtet haben.
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HB ISLAMABAD. Nach unterkühlten Gesprächen in Neu Delhi hat Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit Indiens Erzrivalen Pakistan eine Reihe von Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Bei dem Besuch in Islamabad schlossen die Nachbarstaaten China und Pakistan am Freitag Verträge unter anderem in den Bereichen Verteidigung, Straßenbau, Energie und Agrar. Nach Medienberichten soll auch ein Abkommen über den Bau eines weiteren pakistanischen Atomkraftwerks durch den engen Verbündeten China unterzeichnet werden.

Pakistan wird im zivilen nuklearen Bereich eigentlich international boykottiert. Hintergrund ist, dass die Atommacht den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat. Die insgesamt 13 Abkommen haben ein Volumen von mehreren Milliarden Euro. Sie wurden nach einem Treffen Wens mit dem pakistanischen Premierminister Yousuf Raza Gilani unterzeichnet. „China hat auch angekündigt, 639 Millionen Dollar (482 Millionen Euro) für den Wiederaufbau von Regionen bereitzustellen, die von der Flut betroffen sind“, sagte der pakistanische Informationsminister Qamar Zaman Kaira.

Chinas Ministerpräsident Wen wurde bei seiner Ankunft in Pakistan mit großen Gesten empfangen. Beim Eintritt in den pakistanischen Luftraum nahmen zwei gemeinsam mit China entwickelte Kampfjets Wens Flugzeug in Empfang. Am Flughafen in Islamabad ertönten 21 Salutschüsse, als Wen seine Maschine verließ.

Premierminister Gilani, mehrere Kabinettsmitglieder und hochrangige Militärs begrüßten den Gast aus China. In Neu Delhi hatte sich nur der Vize-Handelsminister bei Wens Ankunft am Flughafen eingefunden. Zwar boomt der chinesisch-indische Handel, die politischen Beziehungen sind aber angespannt.

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