Wichtige Investoren
Die Autokonzerne loben Ungarn

Zulieferer und Hersteller wie Audi oder Mercedes haben rund zehn Milliarden Euro in Ungarn investiert. Sie lassen dort in großem Stil produzieren. Grund sind die niedrigen Löhne. Audi baut jetzt eine weitere Autofabrik.
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KecskemetOhne ihre neuen Werke in Ungarn käme die deutsche Automobilindustrie wahrscheinlich ziemlich schnell in größere Probleme. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber Mercedes, Audi, Bosch & Co. haben in den vergangenen 20 Jahren wahrscheinlich an die zehn Milliarden Euro in Ungarn investiert. Sowohl Autohersteller als auch Zulieferer lassen in großem Stil dort produzieren. Es geht dabei weniger um Ungarn als Absatzmarkt, mit zehn Millionen Einwohnern ist das Land viel zu klein. Entscheidend ist vielmehr der große Kostenvorteil aufgrund der niedrigen Löhne.

"Wir würden auf jeden Fall wieder nach Ungarn gehen", sagt Frank Klein, Chef der neuen Daimler-Fabrik im südungarischen Kecskemet, wo seit dem Frühjahr die Fahrzeuge der neuen Mercedes B-Klasse von den Bändern rollen. Es gebe dort die nötige Unterstützung, um solch ein Fabrikprojekt erfolgreich zu Ende bringen zu können.

Der Stuttgarter Daimler-Konzern ist fast schon ein Nachzügler beim Investment in Ungarn. Mitte 2008 hatten sich die Süddeutschen für den Standort Kecskemet entschieden, gut 800 Millionen Euro investiert Daimler in einer ersten Stufe in die neue Fabrik. Etwa 125.000 Autos sollen dort jährlich produziert werden, knapp 3.000 neue Arbeitsplätze sind entstanden.

Ein weiterer Ausbau der Fabrik ist ohne große Probleme möglich. Daimler hat in Kecskemet so viele Grundstücksflächen aufgekauft, dass eine Verdoppelung der Werksbauten in relativ kurzer Zeit möglich wäre. In ungarischen Medien wird bereits spekuliert, dass die Verdoppelung des Werks beschlossene Sache sei. Der Daimler-Konzern gibt sich hingegen noch zurückhaltend. Die Stuttgarter wollen nur bestätigen, dass in Kecskemet die Möglichkeit zum Kapazitätsausbau besteht.

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Audi erlebt Blütezeit

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