Wichtigstes Thema im Wahlkampf war der Kampf gegen die Korruption
Diktatorensohn Favorit bei Wahlen in Panama

Die Bürger von Panama haben am Sonntag einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament gewählt. Um das Amt des Staatschefs in dem mittelamerikanischen Land bewarben sich vier Kandidaten.

HB PANAMA-STADT. Es sind die dritten allgemeinen Wahlen seit Ende der Militärdiktatur 1989. Favorit war laut Umfragen der sozialdemokratische Oppositionspolitiker Martin Torrijos, dessen Revolutionäre Demokratische Partei (PRD) mit den Christdemokraten die Allianz „Patria Nueva“ (Neues Vaterland) gebildet hatte. Torrijos ist der Sohn des früheren Diktators Omar Torrijos, der 1981 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Für den Sieg bei der Präsidentenwahl genügte eine relative Mehrheit. Der neue Präsident wird am 1. September die Nachfolge von Mireya Moscoso antreten, die nicht wieder kandidieren durfte. Die rund zwei Millionen Wahlberechtigten des zentralamerikanischen Landes waren außerdem aufgerufen, einen neuen Kongress und neue Kommunalvertretungen zu wählen.

Wichtigstes Thema im Wahlkampf war der Kampf gegen die Korruption. Ideologische Unterschiede zwischen den Kandidaten gab es kaum. Seit der Militärintervention der USA gegen den Diktator Manuel Antonio Noriega Ende 1989 und der Wiederherstellung der Demokratie in Panama hatte stets die jeweilige Opposition die Wahlen gewonnen. Der erste demokratische Staatschef nach dem Sturz Noriegas, Guillermo Endara, kandidierte am Sonntag ebenfalls und lag in den letzten Umfragen auf Platz zwei hinter Torrijos.

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