Wieczorek-Zeul: Eine Zumutung
Scharfe Kritik an der Irak-Politik der USA

Die Irak-Politik der USA ist von Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) scharf kritisiert worden. In Berlin sagte sie, der von US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz geplante Ausschluss der Kriegsgegner von Generalaufträgen zum Wiederaufbau des Irak sei „höchst eigennütziges ökonomisches Interesse“.

HB BERLIN. Die USA betrieben ein Doppelspiel. Einerseits riefen sie nach mehr internationaler Unterstützung durch Soldaten, andererseits wollten sie den Wiederaufbau allein machen. Dort, wo die Weltbank beteiligt sei, würden aber die internationalen Maßstäbe für Verträge angewendet und nicht die von Wolfowitz. Wieczorek-Zeul: „Das wäre ja noch schöner.“

Es sei eine „Zumutung“, dass die USA Nato-Truppen für den Irak wünschten. Dabei gebe es kein Indiz für eine Bereitschaft Washingtons, die Macht im Irak zu teilen. Den Vereinten Nationen würden keine neuen Möglichkeiten in der Übergangsphase zugestanden, und die Briten würden zurückgedrängt. Die Ministerin verwies ferner darauf, dass von der in der Geberkonferenz vereinbarten Zahlung von 33 Milliarden Dollar für den Irak bislang lediglich 700 Millionen umgesetzt worden seien.

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