William Hague
Britischer Außenminister tritt überraschend zurück

Hague muss nicht als einziger für ein jüngeres, weiblicheres Kabinett Platz machen. Doch der als direkter Hague-Nachfolger gehandelte Politiker ist männlich, älter und vor allem ein großer Euro-Skeptiker.
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LondonIm Zuge einer Kabinettsumbildung ist der britische Außenminister William Hague überraschend zurückgetreten. Nachfolger soll nach BBC-Informationen der bisherige Verteidigungsminister Philip Hammond (58) werden. Dieser gilt wie Hague als streng konservativ und euroskeptisch. Zuvor hatte mit Ken Clarke, bislang Minister ohne bestimmten Zuständigkeitsbereich, ein Westminster-Urgestein seinen Rückzug bekanntgegeben.

Der 53-jährige Hague soll bis zur Parlamentswahl im kommenden Mai als „Leader of the House of Commons“ – ähnlich einem Fraktionschef im deutschen Parlamentarismus – fungieren und den Wahlkampf für die Konservative Partei in wichtigen Wahlkreisen organisieren. In seiner neuen Funktion wird Hague Andrew Lansley ersetzen. Dieser war zunächst als neuer EU-Kommissar Großbritanniens gehandelt worden.

Doch nun soll Jonathan Hill britischer EU-Kommissar werden, sagte Cameron. Hill ist bisher Fraktionschef der Konservativen Partei im Oberhaus. Der 53-Jährige war über die vergangenen 20 Jahre in zahlreichen Regierungs- und Beratungsämtern in Westminster eingesetzt. Unter anderem war Hill persönlicher Berater von Premierminister John Major. Er gilt als ein vergleichsweise europafreundlicher Vertreter der britischen Tory-Partei, ist aber bisher strikt gegen mehr europäische Integration eingetreten.

Britischen Medienberichten zufolge geht es Cameron bei dem groß angelegten Personalwechsel auch darum, mehr Frauen ins Kabinett zu holen. Laut der konservativen Zeitung „Daily Telegraph“ wurde „bei weißen Männer mittleren Alters die Axt angesetzt“. Die Umbildung der Regierungsmannschaft solle sicherstellen, dass es fortan keine Bilder mehr in den Medien gebe, auf denen Cameron im Parlament nur von Männern umringt ist, schrieb die Zeitung „Independent“.

Die Kabinettsumbildung kommt zwei Monate vor dem Schottland-Referendum im September und zehn Monate vor den Unterhauswahlen im Mai 2015. Camerons Konservative Partei ist bemüht, einen weiteren Aufstieg der EU-kritischen Partei UKIP zu bremsen, die bei den Europawahlen im Mai und auch bei den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen deutlich zugelegt hat.

Hague kündigte via Twitter an, er werde bei der Wahl 2015 nach 25 Jahren als Abgeordneter nicht mehr für das Unterhaus kandidieren. „Von Mai 2015 an, nach solch einer langen Zeit in der Politik, möchte ich mich auf viele andere Dinge konzentrieren, die ich immer schon tun wollte“, schrieb er. Seine Biografin Joanne Nadler sagte dem Sender BBC, Hague wolle sich zukünftig zurückziehen und Bücher schreiben.

Cameron beschrieb Hague als ein „führendes Licht“ über eine gesamte Generation. „Er ist nicht nur ein erstklassiger Außenminister gewesen, sondern auch ein enger Vertrauter, ein kluger Berater und ein großartiger Freund“, betonte Cameron.

Hague hatte sich in den vier Jahren als Außenminister seit 2010 zuletzt vor allem für Frauenrechte in Kriegsgebieten eingesetzt. Hierzu hatte er gemeinsam mit der US-Schauspielerin Angelina Jolie eine vielbeachtete Initiative gestartet.

In seine Amtszeit fiel auch die Krise mit einem britischen Militäreinsatz in Libyen sowie die Schließung der britischen Botschaft in Teheran, die nun vor der Wiedereröffnung steht. Hague war international das Gesicht Großbritanniens bei Krisen, so zum Beispiel in Syrien und zuletzt in der Ukraine.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hague war ein Pfeiler der misslungenen NatoPolitik,also es kann nur besser werden.
    Wenn Europa weitermacht m/d heutigen Nato werden Katastrophen wie Lybien,Irak,Afganistan,Somalia,Ukraine,Syrien,Kosovo, Yemen,Georgien eher die Regel.Mit Ukraine jetzt im Herzen Europas m Atomkrieggefahr.All diese NatoKriege sind in Niederlagen geendet,dank USKriegsplanern.Preis fuer EU viele hunderte Milliarden v Euros+verlorenes Ansehen i/d Welt als Marionet-Kriegstreiber v USA,sichselbst beschaedigend i/d Wirtschaft+Wachstumschancen.Hierfuer sollte man EU-NatoMinister sofort entlassen

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