Wirtschaftlicher Neustart gefordert
Russischer Minister wirbt um deutschen Mittelstand

Alexej Uljukajew will keine „Gans bestrafen, die goldene Eier legt“: Der russische Wirtschaftsminister will ein Enteignungsgesetz verhindern und wirbt um deutsche Mittelständler. Derzeit spricht er mit Bosch und Daimler.
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StuttgartDer russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew ist Sorgen vor einer Enteignung ausländischer Firmen entgegengetreten. Weder das russische Recht noch die russische Wirtschaftspolitik sähen eine Enteignung vor, sagte Uljukajew am Mittwoch bei einem Besuch in Stuttgart. „Eine Gans zu bestrafen, die goldene Eier legt, können nur Verrückte tun – ich zähle uns nicht zu dieser Kategorie“, ergänzte er. Zuletzt gab im russischen Parlament Forderungen, auf die Wirtschaftssanktionen der EU und der USA im Ukraine-Konflikt mit einem Enteignungsgesetz zu reagieren.

Uljukajew war einer Einladung von Klaus Mangold gefolgt, der früher den Ostausschuss der deutschen Wirtschaft leitete und inzwischen Honorarkonsul der Russischen Föderation ist. Der Minister nutzte die Stippvisite, um bei Firmen in Baden-Württemberg für ein Engagement in Russland zu werben. So traf er Vertreter von Daimler und Bosch sowie von Mittelständlern wie dem Maschinenbauer Trumpf.

Deutsche Firmen könnten von den gleichen Vergünstigungen wie ihre russischen Pendants profitieren, sagte Uljukajew am Mittwoch vor Journalisten. Voraussetzung sei allerdings, dass sie mit einem russischen Unternehmen kooperierten. So wolle die russische Regierung 15 Prozent ihrer Aufträge an kleine und mittelständische Firmen vergeben. Außerdem sei eine Agentur für Kreditgarantien geplant, von dem auch deutsche Unternehmen profitieren könnten.

Die deutschen Exporte nach Russland gingen von Januar bis August um 16,6 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro zurück. Neben den Sanktionen trug dazu die schwache Wirtschaftsentwicklung in Russland bei. Die USA und die Europäische Union werfen Russland vor, die Rebellen in der Ost-Ukraine zu unterstützen und damit zur Destabilisierung des Landes beizutragen.

Uljukajew sprach sich für einen Neustart der Gespräche zwischen Russland und der EU aus. „Wir sind maximal offen für eine Kooperation mit der Europäischen Union“, hatte Uljukajew am Dienstagabend bei einer Veranstaltung der IHK Stuttgart gesagt und für eine Fortführung des wirtschaftlichen Dialogs geworben. „Es ist die Wirtschaft, die die Fehler der Politik ausbaden muss“, warnte er.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Applaus für das Kabarett, das Sie hier wieder bieten! Darauf muss man erstmal kommen! Und dann noch ernst rüberkommen bei dem vorgetragenen Schwachsinn...das ist Kunst auf höchstem Level! Weiter so!

  • @Paul Mueller
    Aus Mangel von Strom (Energiewende/EEG) und aus Mangel an Kapital (Euro-Verschuldung/ESM) wird es bald keine Investitionen mehr in EU-Deutschland geben und die Strompreise werden durch die Decke schießen. Auch die Willkür der EU-Deutschen Politik (Kernkraft Enteignung, Kraftwerksenteignung im allgemeinen, Energieeinsparzwang usw.) wird den Wirtschaftsstandort EU-Deutschland komplett Vernichten. Russland und ander nicht EU-Länder werden der neue innovative Wirtschaftsstandort sein. Vorausgesetzt diese Länder legen klare Spielregeln und Rahmenbedinungen für beide Seiten Wirtschaft,Politik/Allgemeinwohl fest. Zuvie Bürokratie erstiegt die Kreativität/Innovation einer Gesellschaft. Das grünsozialistische Umverteilung EU-Deutschland ist da das beste bzw. negative Beispiel dafür.

  • Das ist nicht nett Herr Hofmann. Deutschland ist Exportnation. Wir brauchen auch Russland als Absatzmarkt. Da bekommen wir Öl und Gas für unsere Waren. Von den Amis gibts nur ungedeckte Checks.

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