Wirtschaftsforum in St. Petersburg
Putin und Tsipras verhandeln über Gas-Projekte

Beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg will Kremlchef Putin seine Gas-Projekte vorantreiben – und holt sich dafür den griechischen Regierungschef ins Boot. Für Tsipras könnten dabei zwei Milliarden Euro herausspringen.
  • 7

St. PetersburgNach der überraschenden Ankündigung zum Ausbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream trifft Kremlchef Wladimir Putin am Freitag den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras. Bei ihren Gesprächen in St. Petersburg geht es auch um ein weiteres Gas-Projekt: den Bau der Schwarzmeer-Leitung Turkish Stream.

Nach Ankündigung des russischen Energieministers Alexander Nowak wollen Putin und Tsipras am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums eine Beteiligung Griechenlands an dem Projekt beschließen. Beide Länder würden dann eine Absichtserklärung über die geplante Gasleitung Turkish Stream unterzeichnen, sagte Nowak.

Nach Ansicht von Experten könnte Russland dem vom Bankrott bedrohten EU-Land rund zwei Milliarden Euro für den Pipelinebau in Aussicht stellen. Der russische Finanzminister Anton Siluanow betonte indes, es liege keine offizielle Kreditanfrage aus Griechenland vor.

Der Chef des Staatsmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, sprach am Donnerstag beim Forum bereits mit dem griechischen Energieminister Panagiotis Lafazanis über Turkish Stream.

Vor internationalen Wirtschaftsvertretern will Putin bei dem Forum zudem über die Krise der Rohstoffmacht sprechen. Das Riesenreich steckt wegen des niedrigen Ölpreises und der andauernden Rubelschwäche in einer tiefen Rezession. Die Strafmaßnahmen des Westens wegen Russlands Ukraine-Politik verschärfen die Lage.

Die politischen Spannungen mit dem Westen überschatten das Forum. Beobachter gehen davon aus, dass Putin in seiner Rede auch auf die Ankündigung der EU reagieren wird, ihre Sanktionen zu verlängern.

Seite 1:

Putin und Tsipras verhandeln über Gas-Projekte

Seite 2:

Schlag gegen Ukraine

Kommentare zu " Wirtschaftsforum in St. Petersburg: Putin und Tsipras verhandeln über Gas-Projekte"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Dazu hat sich doch der Stratfor-Chef Friedmann unmißverständlich geäußert:
    -
    Seit 100 Jahren tun die USA alles, um ein Zusammengehen Russlands und Deutschlands zu verhindern. Darin würden sie die größte Gefahr für die USA sehen, der ggf. auch mit Krieg in Europa begegnet werden muß !!
    -
    Alles ganz einfach!
    -
    Übrigens: Frau Merkel ist Trägerin der Freiheitsmedaille des US-Präsidenten und Frau Merkel ist in Europa Haupttreiberin der von Obama mit Druck durchgesetzten Sanktionen gegen Rußland.
    -
    In ihrem Amtseid hat sie geschworen:
    -
    „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ !?!?!?
    -
    Ein Schelm der Böses dabei denkt.

  • Die Unvernunft regiert Deutschland.
    -
    Sind unsere Regierenden und die Mehrheit der Parlamentarier denkunfähig? Oder sind sie von US-Geheimdienste erpressbar?
    -
    Wenn ich alleine die grossen gegenwärtigen enormen Verluste, etwa 80 deutsche Milliarden laut Prof. Sinn in GR verbrannt und 100 Milliarden Verlust durch die Russland-Sanktionen steht fest, wir brauchen neue, fähige und vaterlandsliebende Politiker !!!!
    -
    Und das augenblicklich. Aber woher nehmen, bei der geistigen Wüste?

  • Janukowitsch den Titel Präsident nicht mehr führen
    -
    Das steht heute im live-Ticker von Ukrinform 12.09 Uhr. Die oberste Rada hat nämlich erst mit Wirkung zum heutigen Tage mit 281 Ja-Stimmen beschlossen, dass Janukowitsch den Titel nicht mehr führen darf.
    -
    Da ist es doch einmal Zeit, die Erfolgsstory seines Nachfolgers Poroschenko kundzutun:
    -
    6.400 Tote im Bürgerkrieg im Donbass, 46% Inflation, 19% Rezession, Millionen Flüchtlinge besonders nach Russland, der Wert der Griwna fiel auf ein Drittel des vormaligen Wertes, der Staatsbankrott droht. Wenn das nicht Fakten und Daten sind, die für den Erfolg des Euromaidan und gegen Janukowitsch sprechen, dann weiss ich auch nicht !?!?!?
    -
    Zudem hat der neue Präsident Poroshenko sinnlose Statistiken über Arbeitslosigkeit, Armut, Obdachlosigkeit abgeschafft, sonst würde der Erfolg durch den Putsch gegen Janukowitsch noch viel klarer zur Geltung kommen !!!!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%