Wirtschaftskonferenz
China setzt auf enge Zusammenarbeit mit der EU

China sei bereit, mit Europa auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten, sagt Ministerpräsident Li Keqiang bei seinem Besuch in Hamburg. Außenminister Steinmeier ermahnt die Wirtschaft, Recht und Gesetz einzuhalten.
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HamburgChina und die Europäische Union setzen auf eine intensive Zusammenarbeit. China sei bereit, mit Europa auf allen Bereichen zu arbeiten, sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang am Samstag in Hamburg auf der Wirtschaftskonferenz „Hamburg Summit: China meets Europe“.

Auf europäischer Seite betonte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Chinas weltweiter Einfluss sei enorm gewachsen und mit ihm das Potenzial für eine ergiebige Partnerschaft mit der Europäischen Union. „Die Finanzkrise hat gezeigt, wie abhängig wir voneinander sind und wie wichtig damit eine internationale Zusammenarbeit ist“, sagte Schulz. Die EU und China bräuchten einander heute mehr denn je, betonte der EU-Parlamentspräsident.

Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der ebenfalls nach Hamburg gekommen war, ermahnte die Wirtschaft zur Einhaltung von Recht und Gesetz. Beim Abschlussessen im Börsensaal der Handelskammer sagte der Minister: „Damit die Wirtschaftsvertreter hier im Raum sich nicht all zu sehr zurücklehnen: Wenn ich von Regeln, Recht und Menschenrechten spreche, dann zeige ich nicht nur auf die Politik (...). Auch Unternehmen müssen mit gutem Beispiel vorangehen.“

Chinas Premier Li geht trotz der Eintrübung der Weltwirtschaft von einem „hohen bis mittleren“ Wachstum in China aus. Das Ziel von rund 7,5 Prozent bleibe weiter bestehen, sagte er. Auf der zweitägigen Konferenz diskutierten rund 600 Teilnehmer – darunter auch Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel und EU-Handelskommissar Karel De Gucht – unter anderem über eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, chinesische Investitionen in Europa und die von der kommunistischen Partei Chinas im November 2013 beschlossenen Wirtschaftsreformen.

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