Wirtschaftsminister Rösler
„Barroso verunsichert die Märkte“

In der schwarz-gelben Koalition wird der Unmut über das Vorgehen von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in der Euro-Krise lauter. Wirtschaftsminister Rösler übt nun öffentliche Kritik.
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Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich im Interview mit dem „Focus“ verärgert über neue Forderungen zum Euro-Rettungsschirm gezeigt, wie sie von Barroso geäußert wurden. Wer die Entscheidungen des Euro-Krisengipfels nach nur zwei Wochen wieder in Frage stelle, „erreicht genau das Gegenteil und verunsichert die Märkte“, kritisierte der Bundeswirtschaftsminister. „Wir setzen jetzt die beim Sondergipfel am 21. Juli gefassten Beschlüsse entschlossen um.“ Damit werde den Kapitalmärkten signalisiert, „dass wir das Eurosystem verteidigen“. 

Deutlich schärfere Töne kamen vom Koalitionspartner CSU. Deren Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte der „Bild am Sonntag“ mit Blick auf Barrosos Vorstoß: „Dieses permanente Gequatsche gefährdet mehr unsere Rettungsmaßnahmen als es nutzt.“ Es sei „kontraproduktiv und beruhigt die Märkte nicht“. Dobrindt forderte, dass nun „endlich deutlich mehr Disziplin“ an der EU-Spitze in Brüssel walten müsse. 

Zugleich warnte Dobrindt vor einer Machtausweitung Brüssels: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht eines Morgens in einer anderen EU aufwachen“, sagte er. „Es darf nicht sein, dass still und leise die Rettungsmechanismen missbraucht werden für weitere Machtverschiebungen nach Brüssel.“ 

Barroso hatte die Staats- und Regierungschefs der Eurozone in einem am Donnerstag bekannt gewordenen Brief aufgefordert, den gerade erst beschlossenen gemeinsamen Euro-Rettungsfonds erneut auf den Prüfstand zu stellen. Das Bundesfinanzministerium hatte den Vorstoß umgehend zurückgewiesen.

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  • Baroso ist wunderbar arrogant,aber extrem unfähig.

  • Es zeigt sich wieder einmal, dass es an den Finanzmärkten nur eine informative Realität gibt, und keine materielle.

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