Zentrale Frage in den Gesprächen
Israel verschiebt Entscheidung über Häftlinge

Israel will nach einem Bericht der Zeitung „Haaretz“ vom Freitag erst nach dem USA-Besuch von Ministerpräsident Ariel Scharon in der nächsten Woche über die Freilassung palästinensischer Gefangener entscheiden.

HB/dpa JERUSALEM. Scharon wolle bei seinen Gesprächen in Washington am kommenden Dienstag bei diesem Thema „Flexibilität“ zeigen, berichtete der israelische Rundfunk zusätzlich unter Berufung auf hohe Regierungsbeamte. Bedingung sei jedoch, dass Israels Sicherheit nicht gefährdet werde.

Nach Angaben von „Haaretz“ haben sich israelische Sicherheitsbeamte nun auf die baldige Freilassung von 600 palästinensischen Häftlingen geeinigt, darunter auch Mitglieder der militanten Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad.

Die Frage der Entlassung von rund 6 000 palästinensischen Gefangenen in Israel steht seit Wochen im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern. Sie wird auch bei einem Treffen des palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas mit US- Präsident George W. Bush in Washington am (heutigen) Freitag eine Rolle spielen.

Hamas und Islamischer Dschihad haben die Einhaltung ihrer Ende Juni verkündeten dreimonatigen Waffenruhe mit der Entlassung aller Häftlinge verknüpft. Israel will jedoch keine Gefangenen freilassen, die Anschläge auf Israelis verübt haben.

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