Zinserhöhung
Europäische Ökonomen unterstützen EZB

Führende europäische Ökonomen stützen den Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB), die signalisiert hat, den Leitzins in vorsichtigen Schritten weiter anheben zu wollen. Gleichzeitig werben sie für eine flexible Haltung
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Der EZB-Schattenrat, dem 15 renommierte europäische Ökonomen angehören, sprach sich mit 14 zu eins gegen eine Leitzinserhöhung am kommenden Donnerstag durch die EZB aus. Jedoch halten zwei Drittel der Mitglieder eine weitere Zinsanhebung in absehbarer Zukunft für nötig. „Eine Zinserhöhung pro Quartal wäre ein vernünftiges Tempo", meinte Elga Bartsch, Europa-Chefvolkswirtin von Morgan Stanley. Die EZB hat ihren Leitzins zuletzt im April von einem auf 1,25 Prozent angehoben.

Die jüngsten schlechten Konjunkturnachrichten aus den USA und anderen Ländern machen allerdings viele der Experten nachdenklich. „Das Geschäftsklima in den USA, Großbritannien, China und Brasilien hat sich merklich abgekühlt", stellte Julian Callow bei der jüngsten Sitzung des EZB-Schattenrats fest. "Meine Neigung, eine weitere Zinserhöhung gutzuheißen, steht auf der Kippe", sagte er. Auch Andrew Bosomworth, Leiter Portfoliomanagement von der Fondsgesellschaft Pimco in München, der als einziger für eine sofortige Zinserhöhung eintrat, sieht die Eintrübung der Konjunkturperspektiven mit Sorge: „An der Einschätzung, dass der Leitzins zu niedrig ist, ändert das zwar nichts, aber ich würde jetzt weniger Zinsschritte für angemessen halten als zuvor."

Am Donnerstag wird sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auch dazu äußern müssen, wie es in der zweiten Jahreshälfte mit den Sondermaßnahmen weitergehen soll, die die EZB im Zuge der Finanzkrise eingeführt hat. Die unlimitierte Liquiditätsbereitstellung an die Banken, welche die EZB zunächst bis zur Jahresmitte verlängert hat, sollte sie auf keinen Fall ersatzlos auslaufen lassen, sind sich die Schattenräte einig.

Norbert Häring berichtet für das Handelsblatt über Wirtschaftswissenschaften. Quelle: Pablo Castagnola
Norbert Häring
Handelsblatt / Ökonomie-Korrespondent

Kommentare zu " Zinserhöhung: Europäische Ökonomen unterstützen EZB"

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  • Sehen Sie liebes Handelsblatt wie es Außenseitern oder zu Außenseitern Gemachten in diesem Land geht ?

    Ruckzuck ist man ein Schmuddelkind, entweder schon alleine wegen der Herkunft, oder man war so wie Ihr Haus nicht artig. Dann spielt man mit ihnen auch nicht mehr. Egal was man in einem Land jemals geleistet hat. Die sogenannten Oberen in diesem Land erwarten keine selbsständigen Induviduen, nein diese erwarten schon von vorneherrein Kälber zur freien Verfügung. Denn sie glauben in ihren Ansichten und ihrem Tun vollkommen zu sein. Mal schauen wo diese Vollkommenheit dieses Land hin führen wird.


  • @Bartonitz wirklich traurig wie resigniert Wolfgang Hetzer hier klingt. Ich bin aber immer noch der Meinung dass man die Situation durchaus beeinflussen kann wenn man nur möchte. Trotz Veranwortung der Finanzindustrie sind in vielen Dingen die Griechen mit Schuld an ihrer derzeitigen witschaftlichen Lagen. Ich habe in den letzten Jahren beruflich eingige griechische Beamte kennen gelernt, alles nette Leute keine Frage, die aber selbst in niedrigen Rängen verhältnismässig in Saus und Braus leben. Und ich habe mich immer gefragt wie das denn geht während zur gleichen Zeit in Deutschland nur noch Zeitarbeit und staatliche Leistungskürzungen an der Tagesordnung stehen. Nun berichtet der Spiegel das die neue Griechenland-Hilfe über hundert Milliarden Euro kosten wird. Und ich weiss jetzt schon wo das Geld hinfließen wird. Es ist also an der Zeit darüber nachzudenken den den Euro wieder aufzugeben und nationale Währungen einzuführen. Das wäre nicht das erstmal und es währe auch kein Beinbruch das eine Währung nicht mehr funktioniert. Da stimme ich Dr Hankel ohne Vorbehalt zu. Und Nobert Blüm hat schon recht wenn er sagt das "der Staat sei zum Schmierensteher von Zockern geworden" und das Theater in Griechenland ist gewollt.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,766645,00.html

  • Am 1.6. gab es harsche Kritik über unsere Finanzmaffia und die sie untersützenden Politiker von unserem obersten Korruptionskämpfer Hetzer:
    "... Die Politik hat sich von der Finanzwirtschaft am Nasenring über die Weltbühne ziehen lassen. Die Finanzwirtschaft hat ihre Interessen in Milliarden-Höhe bei der Politik durchgesetzt. Zu diesem Ergebnis kam die vom US-Kongress eingesetzte Kommission zur Aufklärung der Umstände, die zur Finanzkrise geführt haben." http://bit.ly/kuwUAe

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