Zwei Zwischenfälle in der Türkei
PKK nimmt drei deutsche Bergsteiger als Geiseln

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat nach offiziellen Angaben drei deutsche Bergsteiger in der Türkei entführt. Die Opfer waren im Osten des Landes unterwegs. Bereits zuvor ereignete sich eine Schießerei vor der amerikanischen Botschaft in Istanbul.

HB ISTANBUL. Die deutschen Bergsteiger seien zusammen mit 10 anderen im Agri-Gebirge im Osten der Türkei unterwegs gewesen, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu den Gouverneur der gleichnamigen Provinz.

Die Bergsteigergruppe habe in 3200 Metern Höhe mit Genehmigung der Behörden ihr Camp aufgeschlagen. Dort seien die Bergsteiger von vier PKK-Kämpfern überfallen worden. Drei Deutsche seien verschleppt worden. Die Grenzpolizei habe eine großangelegte Suche eingeleitet. Die zehn anderen Mitglieder der Gruppe seien zu einer Polizeistation gebracht worden, sagte der Gouverneur.

Der Große Ararat ist mit 5165 Metern der höchste Berg der Türkei und ein beliebstes Ziel von Bergsteigern.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat seinen Krisenstab einberufen, um Meldungen über die Entführung dreier deutscher Bergsteiger im Osten der Türkei nachzugehen. Sprecher Jens Plötner wollte am Dienstagmittag in Berlin die Entführung allerdings noch nicht förmlich bestätigen.

„Wir gehen mit Hochdruck entsprechenden Meldungen nach“, sagte Plötner. In der hektischen Anfangsphase eines solchen Ereignisses müsse es zunächst darum gehen, Klarheit über die Tatsachen zu erlangen. Deshalb stünden der Krisenstab, die Botschaft in Ankara und andere Quellen in ständiger Verbindung miteinander.

Zuvor ereignete sich ein Zwischenfall in Istanbul: Bei einer Schießerei vor dem amerikanischen Konsulat sind mindestens drei Polizisten getötet worden. Zahlreiche weitere Menschen wurden offenbar verletzt. Vier Männer hätten aus einem weißen Auto aus das Feuer auf die Wachleute vor dem Konsulat eröffnet, berichtete berichtete der Sender CNN Türk. Die Hintergründe der Attacke sind noch unklar.

Ein Sprecherin der amerikanischen Botschaft in Ankara bestätigte, dass es in der Nähe der Vertretung in Istanbul einen Vorfall gegeben habe. Einzelheiten nannte sie aber nicht.

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