Abwärtstrend
Flaute für deutsche Industrie hält an

Der deutschen Industrie sind die Aufträge im Oktober abermals weggebrochen. Die Bestellungen fielen preis- und saisonbereinigt um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte.

HB BERLIN. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem leichten Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet, nachdem es im September mit 8,3 Prozent das stärkste Minus seit der Wiedervereinigung gegeben hatte.

Damit setzte sich der im Dezember 2007 begonnene Abwärtstrend fort, der nur im August von einem Auftragsplus unterbrochen wurde. „Die Industrieproduktion wird sich angesichts der anhaltenden Auftragsschwäche in den kommenden Monaten weiter rückläufig entwickeln“, warnte das Ministerium.

Das Deutschland-Geschäft schrumpfte um 6,1 Prozent. Die Auslandsaufträge brachen um 6,2 Prozent ein, wobei die Nachfrage aus den Euro-Ländern mit 7,4 Prozent überdurchschnittlich stark nachließ. Die Flaute traf alle großen Industriebranchen. Den stärksten Rückgang verzeichneten erneut die Produzenten von Maschinen, Fahrzeugen und anderen Investitionsgütern mit 8,2 Prozent. Bei den Herstellern von Konsumgütern sank das Ordervolumen um 1,6 Prozent, bei den Produzenten von Vorleistungsgütern um 4,5 Prozent.

Im weniger stark schwankenden Zwei-Monats-Vergleich September/Oktober zu Juli/August sanken die Aufträge um 9,5 Prozent. Das Volumen lag damit um 10,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Auftragseingang ist neben der Produktion der wichtigste realwirtschaftliche Konjunkturindikator.

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