Alarmierende Analyse von Morgan Stanley
„Die Rezession kommt“

Morgan Stanley schlägt Alarm. Nachdem bereits Goldman Sachs und Lehman Brothers vor einem weltweiten Abwärtsstrudel gewarnt hatten, sieht nun eine weitere amerikanische Investmentbank die US-Wirtschaft kurz vor einer Rezession. Auch für Europa könne dies nicht mehr ohne Folgen bleiben, heißt es.

HB DÜSSELDORF. "Wir ändern unsere Vorhersage für das US-Wachstum und die Geldpolitik. Seit die Finanzkrise im August aufkam, haben wir stufenweise unsere Wachstumsprognosen heruntergeschraubt. Aber die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei. Eine milde Rezession ist nun wahrscheinlich.“ Das sind die ersten Sätze der neuen Analyse von Morgan-Stanley-Chefökonom Richard Berner. Der Titel des alarmierenden Papiers: "Recession Coming“ ("Die Rezession kommt“).

Zuvor hatten bereits Goldman Sachs und Lehman Brothers ihre Prognosen nach unten korrigiert – mit einer klaren Warnung auch für den Rest der Welt. Nun glaubt auch Morgan Stanley nicht mehr, dass Asien und Europa ihr Wachstum halten können, wenn die US-Wirtschaft abstürzt.

Die Kreditklemme habe den US-Unternehmen bereits ernsthaft geschadet, schreibt Berner. Die Investitionen könnten massiv zurückgehen, den privaten Verbrauchern stehe wegen der fallenden Immobilienpreise ein Sturm bevor. Insgesamt sei Geld in den USA knapp wie lange nicht mehr.

Dazu passen die Aussagen von Wall-Street -Legende Sandy Weill. Der frühere Chairman der Citigroup gab am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Frankfurt zu verstehen, dass ihn die gegenwärtige Finanzkrise außerordentlich beunruhige. Seine Einschätzung: Weder werde es den Banken selbst gelingen, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen, noch reiche das Vorgehen der Zentralbanken aus, die gegenwärtig erneut Milliarden an Liquidität in die Märkte geben.

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