Anstieg im Vergleich zum Vormonat
Großhändler setzen im Jahresvergleich weniger um

Der Großhandelsumsatz in Deutschland ist im Juli im Vergleich zum Vormonat erneut gestiegen. Er sei kalender- und saisonbereinigt um real 0,3 Prozent geklettert, nach 0,5 Prozent im Vormonat. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mit. Im Jahresvergleich sank der Großhandelsumsatz hingegen nominal und real.

HB WIESBADEN. Die schwache Binnennachfrage hat den Umsatz im deutschen Großhandel im Juli deutlich gebremst. Die Großhändler verkauften nach Herausrechnen von Preisveränderungen (real) 4,3 % weniger als im Juli 2003. „Dieser Umsatzrückgang ist auf die Entwicklung im konsumnahen Großhandel zurückzuführen, in den produktionsnahen Bereichen des Großhandels war die Umsatzentwicklung positiver“, erklärten die Statistiker. Ohne Berücksichtigung der Inflation (nominal) nahmen die Händler 0,5 % weniger ein als vor einem Jahr.

In den ersten sieben Monaten des Jahres setzte der Großhandel damit real 0,2 % mehr um als vor einem Jahr. Der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) rechnet in diesem Jahr wegen des Exportbooms mit einem Umsatzwachstum von real 1,4 %, obwohl er im zweiten Halbjahr von einer leichten Abschwächung des Wirtschaftswachstums ausgeht.

„Im Juli 2004 erzielten die produktionsnahen Branchen zumindest nominal höhere Umsätze als im Vorjahresmonat“, hieß es vom Statistikamt weiter. Der Großhandel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör verkaufte real 3,6 und nominal 2,4 % mehr. Auch bei Rohstoffen, Halbwaren, Altmaterial und Reststoffen verbuchten die Händler einen Anstieg von nominal 3,4 %, wegen der kräftigen Preissteigerungen ging der reale Umsatz hier jedoch gleichzeitig um 6,4 % zurück. „Dagegen verbuchten die beiden konsumnahen Branchen jeweils einen nominalen Umsatzrückgang.“ Die Händler verkauften real 0,7 % mehr Gebrauchs- und Verbrauchsgüter, der Umsatz sank jedoch dabei um nominal 2,2 %. Der Großhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren schrumpfte sowohl real (minus neun Prozent) als auch nominal (minus 6,8 %) kräftig.

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