Arbeitslosigkeit fällt auf 2,96 Millionen
In Deutschland werden die Arbeitskräfte knapp

Die kräftige Konjunktur und die geschickte Arbeitsmarktpolitik drücken die Arbeitslosigkeit unter drei Millionen. Für die Beschäftigten sind die Aussichten gut. Doch für die Wirtschaft wird der Arbeitsmarkt zum Problem.
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NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai erstmals in diesem Jahr unter die Marke von drei Millionen gefallen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte, gab es 2,96 Millionen registrierte Arbeitslose. Dies waren 118.000 weniger als im April und 276.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Monatsvergleich von 7,3 auf 7,0 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt profitiert vom stabilen Aufschwung der deutschen Wirtschaft", erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Die Nachfrage nach Arbeitskräften schwäche sich zwar leicht ab, liege aber weiter auf hohem Niveau.

Der Rückgang im Mai fiel den Angaben zufolge etwas geringer aus als üblich. "Das dürfte daran liegen, dass ein Großteil der Frühjahrsbelebung aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung und der milden Witterung schon früher realisiert wurde", teilte die BA mit. Rechnet man die jahreszeitlich üblichen Schwankungen heraus, ging die Erwerbslosenzahl um 8000 auf 2,974 Millionen zurück. Experten hatten hier einen Rückgang um rund 30.000 erwartet. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 9000 ab, im Osten nahm sie hingegen um 1000 zu.

Zuletzt lag die Arbeitslosenzahl im November vergangenen Jahres unter der Drei-Millionen-Grenze. Im laufenden Jahr dürfte sie noch deutlich tiefer sinken, denn die Bundesregierung rechnet allein im Jahresschnitt 2011 mit 2,9 Millionen Arbeitslosen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet sogar nur 2,8 Millionen - dies wäre der niedrigste Stand seit 1991. Für den Herbst hält der DIHK sogar eine Arbeitslosenzahl um 2,3 Millionen für möglich.

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  • Und wieder solche Lügenzahlen.
    Handelsblatt, bitte mal wieder selbst recherchieren und nicht nur nachplappern.
    Fachverkauäuferin sucht Job. Kann sie haben, aber nur als 400 €-Kraft
    Ausgelernte Bäckereifachverkäuferin wird nicht übernommen nach der Ausbildung, sie kann aber gerne bleiben als 400 €-Kraft
    Dipl.-Ing, Sachbearbeiter, Großhandelskaufmann usw. suchen Job. Werden von der ARGE zu privaten Arbeitsvermittlern weiter gereicht für viel Geld und diese Arbeitsvermittler schicken sie in Call-Center da verdienen sie dann vielleicht 1.000 €
    Und dann schreit die Wirtschaft nach Fachkräften?
    Man sollte jedem dieser Lügner aufs Maul hauen
    Im Kaufhof, ja ein großes Unternehmen, gibt es fast keine fest angestellten Verkäuferinnen mehr, nur noch 400 €-Kräfte
    Also kommt durch die angeblich so gefallenen Arbeitslosenzahlen nicht ein Cent in die Sozialkassen
    Wie lange bekommen wir diese frechen Lügen noch aufgetischt?

  • Doppelt so hohe Arbeitslosenquote in Berlin als im deutschen Durchschnitt und mehr als 6mal so hoch wie in Freising, und obwohl der bayerische Arbeitnehmer Steuern nach Berlin pumpt. Wieso regt sich keiner über die unsoziale Umverteilung in die sozialistische, wirtschafts- und arbeitnehmerfeindliche Hauptstat auf? Geschönte Zahlen hin oder her - die Relationen bleiben.

  • Wenn sie selbst nicht ausbilden können, sondern auf die Hochschulabsolventen angewiesen sind - dann sind Arbeitskräfte heute knapp.

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