Auf höchsten Stand seit vier Jahren
Ölpreis treibt Euro-Inflation

Der gestiegene Ölpreis hat die Inflation in der Eurozone auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren getrieben. Im September kletterte die Inflationsrate in den zwölf Ländern auf 2,6 % - nach 2,2 % im August, wie das Europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg am Dienstag mitteilte.

HB BRÜSSEL/LUXEMBURG. Dieser Wert war zuletzt im Januar 2002 erreicht und im Juni 2001 mit 2,8 % übertroffen worden. Allein von August auf September kletterten die Verbraucherpreise in der Eurozone um 0,5 %.

Hauptgrund für den Preisanstieg war der teure Kraftstoff. Der Spritpreis trug den Angaben zufolge mit 0,66 %punkten am stärksten zur Erhöhung der Gesamtinflation bei. Die Europäische Zentralbank spricht von Preisstabilität, wenn die Inflationsrate bei 2,0 % liegt. Auch die 25 EU-Staaten zusammen waren mit einer Inflationsrate von 2,5 (August: 2,2) Prozent weit von stabilen Preisen entfernt.

In Deutschland lag die Preissteigerung laut Eurostat im September exakt auf dem Niveau der Eurozone. Am langsamsten stiegen die Preise mit 1,1 % in Finnland und im Nicht-Euro-Land Schweden. Den stärksten Preisanstieg meldeten Lettland (plus 7,4 %) und Estland (plus 4,9 %) sowie die Euro-Länder Luxemburg (plus 4,7 %), Spanien und Griechenland (jeweils plus 3,8 %).

Neben Treibstoff für Autos und Lastwagen waren auch flüssige Brennstoffe im September 2005 teurer als ein Jahr zuvor. Sie trugen 0,27 Prozentpunkte zur Gesamtinflation bei. Tabak und Gas waren weitere Preistreiber. Bekleidung hingegen war im September zwar teurer als im August, aber billiger als vor einem Jahr - hier könnte sich die Marktöffnung für Textilien aus China ausgewirkt haben.

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