August-Zahlen
Einfuhrpreise erstmals seit drei Jahren gesunken

Die Einfuhr von Waren nach Deutschland ist im August auf Jahressicht erstmals seit drei Jahren billiger geworden. Allerdings ist der Rückgang einzig und allein auf gesunkene Preise für Öl und Gas zurückzuführen.

HB WIESBADEN. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Einfuhrpreise um 0,6 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Dies ist der erste Rückgang auf Jahressicht seit März 2004. Von Juli auf August sanken die Preise um 0,7 Prozent.

Ohne Energieprodukte hätte es im August-Vergleich einen Anstieg um 0,3 Prozent gegeben. Zum Juli sanken die Preise um 0,7 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg der Importpreise um 0,2 Prozent zum Vorjahr und zum Vormonat mit einem unveränderten Niveau gerechnet.

Wegen statistischer Effekte sei ab September aber wieder ein Anziehen der Importpreise zu erwarten, sagte Alexander Koch von Unicredit. Insgesamt dürften künftig die Preise nicht nur bei den Einfuhren steigen, sondern auch auf Seiten der Erzeuger und bei der Lebenshaltung. „Nach Jahren hoher Rohstoffpreise werden wir Zweitrundeneffekte sehen - wenn auch keine Lohn-Preis-Spirale.“ Dies zeige sich bereits bei Lebensmitteln. Hier verteuerte sich im August vor allem die Einfuhr von Getreide um 55 Prozent, Milch und Milchprodukte legten um rund 15 Prozent zu.

Die Teuerung von Roheisen und Stahl stieg mit 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Nicht-Eisen-Metalle und deren Vorprodukte verbilligten sich hingegen leicht um 0,4 Prozent. Deutlich günstiger als vor einem Jahr waren Datenverarbeitungsgeräte, die für 29 Prozent weniger eingeführt werden konnten.

Die Energieträger kosteten unterm Strich fast sechs Prozent weniger. Erdgas verbilligte sich um knapp zwölf Prozent, Rohöl und Mineralölprodukte je um fast sechs Prozent. Zum Juli sanken die Energiepreise um 3,3 Prozent - das war der erste Rückgang zum Vormonat seit Februar, wie die Statistiker erklärten.

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