„Beige Book“ der Fed
US-Wirtschaft ist weiter gewachsen

Die US-Wirtschaft ist der Notenbank Fed zufolge von Mitte Juli bis Ende August durch die Bank weiter gewachsen. In fünf von zwölf Regionen habe sich das Wachstum aber verlangsamt, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ der Fed.

HB WASHINGTON. Wie aus dem von der Fed veröffentlichten Bericht hervorgeht, wurde ein etwas langsameres Wachstum in den Fed-Distrikten Boston, New York, Philadelphia, Kansas City und Dallas registriert. In den anderen sieben Regionen wurde das Wachstum überwiegend als moderat eingestuft. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage der regionalen Fed-Filialen bilden die Grundlage der Zinsentscheidung, die der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve am 20. September treffen wird.

Wie aus dem Beige Book hervorgeht, sind die Konsumausgaben in den meisten Regionen des Landes weiterhin nur langsam gestiegen, was vor allem auf schwachen Umsätzen mit Kfz und Haushaltsgütern beruhte. Als mögliche Ursache wurden die hohen Energiepreise genannt. In neun Distrikten wurde den Einzelhandelsumsätzen ein moderater Anstieg bescheinigt, während Richmond und St. Louis von schwachen bzw sinkenden Umsätzen berichteten.

Die landesweite Konjunkturumfrage lieferte darüber hinaus weitere Hinweise auf eine Abkühlung des Marktes für Wohnimmobilien. In diesem Bereich seien sowohl das Immobiliengeschäft als auch die Bauaktivität durchgängig schwach, heißt es. In nahezu allen Regionen nahmen Neubauverkäufe und Bautätigkeit ab, während der Bestand an unverkauften Häusern deutlich stieg. Die Immobilienbranche rechnet zudem mit einem anhaltend schwachen oder sich weiter abschwächenden Geschäft.

Zudem liefert das Beige Book Anhaltspunkte für einen wachsenden Inflationsdruck von der Einkommensseite. So berichteten fünf Fed-Distrikte allgemein von zunehmendem Lohndruck, in einigen Regionen wurde ein deutlicher Anstieg des Lohndrucks bzw der Löhne von Beschäftigten in solchen Branchen registriert, in denen Arbeitskräfte knapp sind. Das gelte vor allem für die Bereiche Technologie, Straßentransport und Gesundheitsdienstleistungen. Die Lage an den Arbeitsmärkten wurde als weitgehend unverändert beschrieben.

Die Preise von Metallen und Energie blieben weiterhin sehr hoch. In den meisten Berichten war von anhaltend steigenden Kosten beim Kauf von Metallen, Energie, Ölprodukten und anderen Rohmaterialien die Rede. Die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe nahm weithin zu, Ausnahmen bildeten die Bereiche Kfz und Bau. Die Aktivität im Kreditgeschäft verringerte sich, vor allem im Hypothekenbereich.

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