BIP-Daten
Binnennachfrage kommt in Fahrt

Die deutsche Binnennachfrage ist nach einer langen Schwächephase zu Jahresbeginn deutlich angesprungen. Darauf deuten erste Daten des Statistischen Bundesamts über die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Vierteljahr hin. Wirtschaftsexperten sprechen von einem „wichtigen Signal“.

doh DÜSSELDORF. „Neben dem Außenhandel trugen vor allem die privaten Konsumausgaben und die Ausrüstungsinvestitionen zur wirtschaftlichen Belebung zu Beginn des Jahres 2006 bei“, schreiben die Statistiker. Obwohl die inländische Nachfrage einen unerwarteten Wachstumsimpuls lieferte, legte das BIP im ersten Quartal 2006 gegenüber den drei letzten Monaten des Vorjahres nur um 0,4 Prozent zu. Die meisten Volkswirte hatten ein Plus von 0,6 Prozent erwartet.

Allerdings waren die hohen Erwartungen an die Belebung der Wirtschaft schon zu Wochenbeginn gedämpft worden: Zunächst hatte das Bundeswirtschaftsministerium bekannt gegeben, dass das produzierende Gewerbe im März weniger als im Vormonat hergestellt hatte. Dann waren rückläufige Exporte gemeldet worden. Dennoch hielten die Experten an ihren Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2006 fest. Bankvolkswirte rechnen zum Teil mit mehr als zwei Prozent Wachstum, die Bundesregierung geht von einem Anstieg des BIP um 1,6 Prozent aus.

Trotz des geringer als erwartet ausgefallenen Wachstums zeigte sich Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zufrieden. „Die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft wird zunehmend durch positive Daten untermauert“, sagte er in Berlin. Auch Elga Bartsch von der Investmentbank Morgan Stanley betonte, gegenüber dem BIP-Plus von nur 0,4 Prozent sei „die anspringende Binnennachfrage das eindeutig wichtigere Signal“.

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