BIP wächst weniger als erwartet
Immobilienkrise beutelt Spaniens Wirtschaft

Die Immobilienkrise hat Spanien kalt erwischt. Die Wirtschaft des Landes ist im abgelaufenen Quartal so langsam gewachsen wie seit Herbst 1993 nicht mehr. Analysten erwarten nun für das zweite Quartal sogar einen Rückgang.

HB MADRID. Verglichen mit dem Schlussquartal 2007 lag das Wachstum von Januar bis März bei 0,3 Prozent, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Die Immobilienkrise und Kreditschwierigkeiten würgten dabei den privaten Konsum ab. Einige Analysten erwarten nun für das zweite Quartal sogar einen Rückgang. Zuletzt steckte Spanien vor 15 Jahren in einer Rezession.

Auf Jahressicht legte die Wirtschaft um 2,7 Prozent zu. Experten hatten mit einem Quartalswachstum von 0,4 Prozent und einer Jahresrate von 2,8 Prozent gerechnet.

Ein Immobilienboom hatte der spanischen Wirtschaft eine mehr als zehnjährige Wirtschaftsblüte beschert. Doch die von den USA ausgehende Finanzkrise trug zum Platzen der Blase bei. Gerade Baufirmen müssen derzeit Arbeitsplätze abbauen. Aber auch andere Bereiche wie das Verarbeitende Gewerbe schwächeln. Die sozialistische Regierung will mit Steuererleichterungen und staatlichen Konjunkturspritzen insgesamt zehn Milliarden Euro zur Stütze der Wirtschaft aufwenden.

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