Bruttoinlandsprodukt hat um 9,5 Prozent zugelegt
Chinas Wirtschaft wächst ungebremst weiter

Chinas Wirtschaft ist auch im zweiten Quartal trotz Dämpfungsbemühungen der Regierung unerwartet stark gewachsen.

HB PEKING. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,5 Prozent zugelegt, teilte das Nationale Statistikamt am Mittwoch mit. Analysten hatten nur 9,3 Prozent geschätzt. Damit stieg die chinesische Wirtschaftsleistung im achten Quartal in Folge um mehr als neun Prozent. Dafür ist vor allem das Wachstum der Industrieproduktion von 16,8 Prozent und der Investitionen in den Städten von 28,8 Prozent verantwortlich. Aus Angst vor einer Konjunkturüberhitzung hatte die chinesische Regierung Investitionen erschwert.

Demnach beträgt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten sechs Monaten umgerechnet rund 812 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum war das BIP noch um 9,7 Prozent gewachsen. Die Entwicklung entspreche den Erwartungen, hieß es. Allerdings gebe es immer noch Probleme mit zu hohen Investitionen in einigen Schlüsselbereichen.

„Die Notwendigkeit, die Wirtschaft zu bremsen, ist immer noch ziemlich offensichtlich“, sagte Experte Yiping Huang von der Citigroup in Hongkong.

Den Daten zufolge beruht das chinesische Wachstum auch auf dem Export. Die Statistik könnte deshalb die Debatte um die Abwertung der Landeswährung Yuan anheizen. Die Regierung in Washington argumentiert, China halte den an den Dollar gekoppelten Kurs niedrig, um seine Exporte zu verbilligen.

Die Investmentbank Goldman Sachs erhöhte am Mittwoch vor dem Hintergrund des „unerwartet starken“ Wachstums im ersten Halbjahr ihre Prognose für das gesamte Jahr von 8,8 Prozent auf 9,2 Prozent. China riskiere aber „eine nennenswerte Abkühlung im Jahr 2006 und darüber hinaus“, wenn das Land es nicht schaffe, die in einer engen Bandbreite an den Dollar gekoppelte Währung flexibler zu handhaben, warnte die Bank.

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