Bundesbank-Monatsbericht
Deutsche Wirtschaft startet durch

Die Bundesbank blickt positiv auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Der Einkaufsmanagerindex bleibt trotz Krim-Krise klar über der Wachstums-Marke. Gute Nachrichten kommen auch aus anderen Euro-Ländern.
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BerlinDer Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im ersten Quartal an Fahrt gewonnen. „Für das erste Vierteljahr 2014 zeichnet sich in Deutschland eine erhebliche Verstärkung des gesamtwirtschaftlichen Expansionstempos ab“, schreibt die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht März. Verstärkt werde die Belebung durch das milde Wetter, das zum Beispiel dem Bau zugute kam.

Volle Auftragsbücher in der Industrie, optimistische Produktionserwartungen sowie „die stetig verbesserte Lagebeurteilung der gewerblichen Wirtschaft lassen für das erste Vierteljahr ein sehr starkes BIP-Wachstum erwarten“, schreibt die Bundesbank. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW/Berlin) erwartet in seinem jüngsten Konjunkturbarometer ein Plus des Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Schlussquartal 2013 hatte das BIP dank starker Exporte um 0,4 Prozent zugelegt.

Auch die heute vorgelegten Daten des Einkaufsmanagerindex für März unterstreichen den Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschat fiel zwar um 1,4 auf 55,0 Zähler, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 800 Dienstleistern und Industrieunternehmen mitteilte. Das Barometer hielt sich aber klar über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt - und auch deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt. Die Firmen schufen unterm Strich den fünften Monat in Folge neue Arbeitsplätze.

„Die deutsche Wirtschaft ist auch im März kräftig gewachsen“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im ersten Quartal um bis zu 0,7 Prozent zugelegt haben. Ende 2013 waren es noch 0,4 Prozent.

In der Industrie ging das Barometer um 1,0 auf 53,8 Punkte zurück. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Wert von 54,6 gerechnet. Die Aufträge aus dem Ausland stiegen den achten Monat in Folge. „Dies war laut Umfrageteilnehmern besonders auf die anziehende Nachfrage nach Industrieerzeugnissen 'Made in Germany' aus China, Spanien und den USA zurückzuführen“, schrieb Markit.

Im Service-Sektor fiel das Barometer überraschend deutlich um 1,9 auf 54,0 Zähler. Hier hatten Ökonomen 55,5 Punkte erwartet. Ihre Geschäftsaussichten bewerteten die Dienstleister aber so gut wie seit über drei Jahren nicht mehr. Die Unternehmen stellten deshalb erneut neue Mitarbeiter ein.

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