Business-Monitor
Lohnnebenkosten wichtiger als Arbeitszeit

Längere Arbeitszeiten spielen im Kampf um den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit für die deutschen Top-Manager nicht die wichtigste Rolle. Das zeigt der aktuelle Handelsblatt Business-Monitor von August, eine repräsentative Umfrage des Hamburger Meinungsforschungsinstituts Psephos unter 825 Führungskräften der deutschen Wirtschaft.

pbs DÜSSELDORF. Die größte Bedeutung im Streben nach Wettbewerbsfähigkeit messen die Manager der Senkung der Lohnnebenkosten bei. Dahinter folgen die Senkung der Unternehmensteuern und erst dann niedrigere Lohnstückkosten. Für Manager aus Großunternehmen spielt die Höhe der Lohnnebenkosten eine weitaus weniger wichtige Bedeutung als für Entscheider aus kleineren Firmen. Umgekehrt verhält es sich bei den Lohnstückkosten. Sie werden hier als wichtigster Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit angesehen.

Wenn, wie bei Daimler-Chrysler und bei Siemens vereinbart, ohne Lohnausgleich länger gearbeitet wird, sinken die Lohnstückkosten. Die Beschlüsse der beiden Großkonzerne hatten eine Debatte um eine generelle Verlängerung der Arbeitszeiten ausgelöst.

Grundsätzlich befürworten die befragten Führungskräfte eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit. 87 Prozent halten eine generell längere Arbeitszeit für sinnvoll – auch für Betriebe, die dem internationalen Wettbewerb gar nicht exponiert ausgesetzt sind.

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