Deutscher Außenhandel 2014
Exporteure wollen Marke von 2000 Milliarden Euro knacken

In der EU und den USA stabilisiert sich die Wirtschaft, die deutschen Exporteure dürfen träumen: Vom Ziel, erstmals Waren im Wert von 2000 Milliarden Euro auszuführen. Doch die Krimkrise könnte das Ziel gefährden.
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BerlinDie deutschen Exporteure wollen in diesem Jahr erstmals Waren im Wert von mehr als 2000 Milliarden Euro absetzen. Einzig die Folgen der Ukraine-Krise könnte dieses Ziel ernsthaft in Gefahr bringen, wie der Handelsverband BGA am Mittwoch in Berlin erklärte. „Insgesamt sind wir für das Auslandsgeschäft in großen Teilen der Welt optimistisch“, sagte Verbandspräsident Anton Börner. Er warnte aber: „Diese Prognosen können sehr schnell Makulatur sein, sollte die Krise auf der Krim weiter eskalieren.“

Nach kleinen Einbußen im Vorjahr werden die Ausfuhren und die Einfuhren nach BGA-Einschätzung 2014 wieder wachsen. Für die Exporte rechnet der Verband mit einem Plus von drei Prozent, bei die Importe von zwei Prozent. Mit über 215 Milliarden Euro würde damit der – allerdings von der EU-Kommission und anderen internationalen Partnern kritisch bewertete – deutsche Ausfuhrüberschuss in der Handelsbilanz ebenfalls einen neuen Rekord erreichen. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit einem neuen Spitzenwert und beziffert diesen auf fast acht Prozent der Wirtschaftsleistung.

Börner sagte, der Optimismus basiere auf den Erwartungen für den wichtigen US-Markt, wo die wirtschaftliche Erholung an Stärke gewinne. Die aktuellen Schwächetendenzen in China hält Börner nur für vorübergehend. Hinzu komme, dass sich das Geschäft mit den anderen EU-Ländern stabilisiere.

Allerdings würde es die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen, sollte sich der Konflikt mit Russland zu einer Handelskrise mit scharfen wechselseitigen Sanktionen auswachsen. Das würde womöglich auch die Weltwirtschaft beeinträchtigen. Für Russlands Wirtschaft allerdings könnte das nach den Worten Börners existenzbedrohend werden.

Russland ist für Deutschland mit über 76 Milliarden Euro bilateralem Handelsvolumen und deutschen Investitionen in dem Land von über 20 Milliarden Euro ein wichtiger Partner. Auf der Rangliste der größten Handelspartner Deutschlands liegt das Land auf Platz elf. Sollte es zu verschärften wechselseitigen Sanktionen kommen, so hält der BGA-Präsident die Enteignung ausländischer Firmen in Russland für wahrscheinlicher als einen Stopp der Energielieferungen des Landes in den Westen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutscher Außenhandel 2014: Exporteure wollen Marke von 2000 Milliarden Euro knacken"

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  • Das ist ja mal eine Neuigkeit:
    Die Verdopplung der Exporte in einem Jahr!
    Da werden die Chinesen blass vor Neid werden.

    Vielleicht sollte man Zahlen auf Plausibilität prüfen, bevor man sie publiziert.

    Mit freundlichen Grüssen
    Matthias Brems
    brems@exportberatung.de

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