Deutschland
Bankenverband hebt Wachstumsprognose kräftig an

Wegen des guten Starts in das Jahr 2008 hat der Bundesverband Deutscher Banken seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich auf 2,25 bis 2,5 Prozent angehoben. Doch die privaten Banken warnen: Die Schwierigkeiten an den Finanzmärkten sind noch nicht ausgestanden.

HB BERLIN. Hintergrund sind laut Bankenverband die guten Unternehmensergebnisse sowie überraschend positive Konjunkturdaten für das erste Quartal, sagte der Geschäftsführende Vorstand Manfred Weber am Donnerstag in Berlin. Bisher war der Verband von einem Wachstum vom 1,6 Prozent ausgegangen.

„An den Finanzmärkten und beim wirtschaftlichen Ausblick ist wieder etwas mehr Zuversicht eingekehrt“, erklärte Weber. Für 2009 bleibe aus heutiger Sicht ein Wachstum von knapp zwei Prozent die wahrscheinlichste Entwicklung.

Weiter schrieb der Bankenverband, die Inflationsrate habe ihren Höhenpunkt mit mehr als drei Prozent im März voraussichtlich überschritten: „Über den Sommer hinweg sollte sich der Preisauftrieb in etwa bei 2,5 Prozent halten.“

Falls sich die Lage bei den Rohstoff- und Agrarpreisen beruhige, könne die Inflationsrate gegen Jahresende in Richtung 2 Prozent sinken.

Der Bankenverband betonte jedoch, für eine Entwarnung sei es noch zu früh: „Die Schwierigkeiten an den Finanzmärkten sind noch nicht ausgestanden, und weltweit nehmen die Belastungen durch steigende Rohstoffpreise zu“, sagte Weber.

Auch seien Hoffnungen auf eine rasche und kräftige Erholung der US-Wirtschaft aus heutiger Sicht nicht gerechtfertigt.

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