Devisen
Trichet sorgt sich über starke Wechselkursausschläge

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat sich erneut besorgt über die kräftigen Kursausschläge an den Devisenmärkten gezeigt. Er habe deshalb mit großer Aufmerksamkeit die Äußerungen der US-Behörden zur Kenntnis genommen, wonach ein starker Dollar im Interesse der Vereinigten Staaten liegen.

HB PARIS. „Angesichts der gegenwärtigen Bedingungen bin ich besorgt über übermäßige Wechselkursschwankungen“, sagte Trichet in einem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch mit dem französischen Magazin „Le Point“. Der Euro gab nach den Äußerungen Trichets leicht auf 1,5556 Dollar nach, nachdem er zuvor mit 1,5592 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht hatte.

Trichet machte außerdem deutlich, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsentscheidungen treffe, um Preisstabilität zu sichern. Wegen des starken Euro und der schwächeren Konjunktur wurden zuletzt immer wieder Forderungen laut, die EZB solle ihre Zinsen senken. Der Leitzins in der Euro-Zone liegt bei vier Prozent, in den USA dagegen nur bei drei Prozent. Der Zinsvorsprung gilt als wichtiger Grund für den Höhenflug des Euro, weil er Euro-Anlagen für Investoren attraktiver macht.

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