DIHK-Umfrage
Exporteure rechnen mit sattem Plus

Deutsche Exporteure sind so optimistisch wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Nur noch sieben Prozent befürchten laut einer Umfrage mit schlechteren Auslandsgeschäften. Damit profitiert Deutschland auch von US-Stärke.
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DüsseldorfNach einem flauen Jahr 2013 dürften die deutschen Exporte bald wieder merklich anziehen. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor, die dem Handelsblatt in Auszügen vorliegt. Demnach sind die Exporteure derzeit so optimistisch wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der entsprechende Saldo stieg von 23 Punkten im Herbst auf jetzt 30. „Die Ausfuhren erreichen damit allmählich wieder die Dynamik vergangener Jahre“, heißt es in dem Bericht. Laut DIHK-Schätzung dürfte das Ausfuhr-Wachstum 2014 bei 4,5 Prozent liegen – nach lediglich 0,6 Prozent im Vorjahr.

Tatsächlich rechnen derzeit nur noch sieben Prozent der Befragten mit schlechteren Auslandsgeschäften in den kommenden Monaten. Dagegen gehen mittlerweile 37 Prozent von einem Export-Plus aus. Am größten ist die Zuversicht bei den Herstellern von Investitionsgütern. Den größten Sprung nach oben gab es aber bei den Produzenten von Vorleistungsgütern, wo der Saldo von 20 auf 30 Punkte hochschnellte. Gerade das sei ein gutes Zeichen, so der DIHK: Schließlich begännen Konjunkturaufschwünge oft mit anziehenden Geschäften in diesem Bereich.

Die Hauptgründe für die steigende Nachfrage nach „Made in Germany“ sind laut DIHK die stabile Wirtschaftslage in den USA, aber auch die Erholung in der Euro-Zone. „Langsam entfalten die Strukturreformen ihre positiven Wirkungen“, schreiben die DIHK-Experten.

Der Redakteur des Handelsblatts ist Experte für Konjunktur.
Hans Christian Müller-Dröge
Handelsblatt / Redakteur

Kommentare zu " DIHK-Umfrage: Exporteure rechnen mit sattem Plus"

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  • Na ja, da hat man aber dann nicht schon die neuen Entwicklungen in den Schwellenländern sowie die wesentlich schwächeren Konjunkturaufschwünge in China und den USA drin.

    Konnte man auch nicht, weil die Umfrage von Mitte Dezember bis Anfang Januar lief.

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