DIW-Konjunkturbarometer
Deutsche Wirtschaft stagniert am Jahresende

Im vierten Quartal wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wohl nicht wachsen. Es droht eine Stagnation.
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BerlinNach zweieinhalb Jahren stetigen Wachstums droht der deutschen Wirtschaft im vierten Quartal eine Stagnation. Das Bruttoinlandsprodukt werde voraussichtlich unverändert bleiben, sagte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch voraus.

„Unter dem Eindruck der Euro-Krise dürften Verbraucher wie Unternehmen vielfach langfristige Entscheidungen verschieben und damit die Wirtschaft im Winterhalbjahr bremsen“, hieß es in dem DIW-Konjunkturbarometer. Seit dem Frühjahr 2009 ist Europas größte Volkswirtschaft von Quartal zu Quartal gewachsen.

Von Juli bis September wird es nach Prognose des DIW ein kräftiges Plus von 0,4 Prozent geben, nach einem Mini-Zuwachs von 0,1 Prozent im Frühjahrsquartal. „Die Industrie dürfte die Produktion spürbar ausgeweitet haben und das Wachstum in Deutschland damit anschieben“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

Auch im Bausektor und im Handel signalisierten die Indikatoren weitere Zuwächse, während die Umsätze im Gastgewerbe und im Kfz-Einzelhandel sinken dürften. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am 15. November eine erste Schätzung.

Wegen der Schuldenkrise und der schwächeren Weltwirtschaft rechnet die Bundesregierung fürs kommende Jahr nur noch mit einem Wachstum von 1,0 Prozent. Für dieses Jahr werden 2,9 Prozent vorhergesagt.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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