Einkaufsmanagerindex
Chinas Wirtschaft stabilisiert sich

Die chinesische Wachstumslokomotive nimmt wieder Fahrt auf. Mit dem chinesischen Einkaufsmanagerindex ist eines der wichtigsten Konjunkturbarometer des Landes erneut gestiegen. Chinas Wirtschaft hält den Krisen stand.
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PekingDer offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Februar auf 51 Punkte gestiegen - ein Wert, der Wachstum signalisiert. "Das bestätigt den Trend, dass sich die Wirtschaft stabilisiert", sagte Zhang Liqun vom Dachverband für Logistik und Beschaffung, der den Index berechnet.

Die Steigerung um einen halben Punkt seit Januar gilt als erster Beleg, dass die chinesische Wirtschaft auch mit der fortgesetzten Nachfrageschwäche der westlichen Länder zurechtkommt. Im laufenden Jahr soll das Wachstum nach staatlicher Vorgabe sieben Prozent erreichen. Ökonomen erwarten, dass es mit rund 8,5 Prozent etwas höher ausfällt. Das liegt zwar unter dem Mittel der vergangenen Jahre, ist aber immer noch ein sehr ordentlicher Wert.

Einige einflussreiche US-Ökonomen wie der Buchautor Gordon Chang haben für die nahe Zukunft einen heftigen Absturz des chinesischen Wachstums und sogar einen katastrophalen Systemzusammenbruch vorhergesagt. Doch die Wirtschaftsleistung des Landes zeigt sich bisher robust, obwohl wichtige Handelspartner wie die EU und die USA in ihren jeweiligen Krisen feststecken.

China hält die Konjunktur derzeit vor allem mit billigem Geld am Laufen. Schon während der Krise von 2009 haben die durchweg staatlichen Banken ihre Kreditvergabe stark ausgeweitet. Die optimistischen Unternehmen des Schwellenlandes haben die Mittel gerne genommen, kräftig und investiert und viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Trick lässt sich derzeit zwar nicht in vollem Umfang wiederholen, doch Experten sehen bereits eine deuliche Lockerung der Geldpolitik, um die Konjunktur auch 2012 zu retten.

Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking

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