Einkaufsmanagerindex
Schwächstes Wachstum seit März für deutsche Dienstleister

Die Geschäfte der deutschen Dienstleister haben im August weiter an Schwung verloren. Auch für die kommenden Monate zeigen sie sich pessimistisch.

HB BERLIN. Der Einkaufsmanagerindex sank binnen Monatsfrist um 1,7 auf 51,4 Punkte und signalisiert damit das schwächste Wachstum seit März, wie die Marktforscher von Markit Economics zu ihrer Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilten. "Hauptursache für die nachlassende Dynamik war das insgesamt nur noch magere Auftragsplus", hieß es.

Wegen der schlechten Konjunkturaussichten seien viele Firmenkunden nicht bereit gewesen, neue Aufträge zu vergeben. In der Industrie war der Index sogar unter die Marke von 50 Punkten gefallen, ab der ein Wachstum signalisiert wird.

Die Dienstleister rechnen nicht mit einer baldigen Besserung. Ihre Geschäftsaussichten beurteilten sie so schlecht wie seit November 2002 nicht mehr. Die Konjunktursorgen und der erneute Rückgang der Auftragsbestände ließen den Stellenaufbau nahezu zum Stillstand kommen: Das Beschäftigungsbarometer fiel auf den tiefsten Stand seit knapp drei Jahren.

Die Kosten für die Unternehmen stiegen zwar nicht mehr ganz so stark zu wie in den vier Monaten zuvor, die Inflationsrate blieb jedoch hoch. "Verantwortlich hierfür waren ganz besonders die hohen Kosten für Energie sowie die gestiegenen Ausgaben für Löhne und Gehälter", hieß es. Die Transportkosten seien dagegen gesunken.

Ihre Preise hoben die Dienstleister erneut kräftig, wenn auch nicht mehr so stark wie noch im Juli. Einige Firmen befürchten, wegen der anhaltend starken Kosteninflation auf Preisnachlässe zum Ankurbeln der Nachfrage verzichten zu müssen.

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