Euro sorgt für Bremseffekt
Wirtschaft kommt durch Investitionen in Schwung

Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2003 wegen verstärkter Investitionen gewachsen. Experten werteten dies als Beleg dafür, dass die Wachstumsimpulse nun langsam vom Außenhandel auf die Binnenwirtschaft überspringen. Die Ausrüstungsinvestitionen von Oktober bis Dezember stiegen real um 1,9 % zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag erklärte.

HB WIESBADEN. Der starke Euro bremst allerdings das Anspringen des Konjunkturmotors und die erhoffte Erholung 2004. Im vierten Quartal 2003 wuchs laut Statistiker das Bruttoinlandsprodukt (BIP) saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % im Vergleich sowohl zum Vor- als auch Vorjahresquartal.

Volkswirte der Commerzbank sehen die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs, weil bei den Investitionen „erste Lebenszeichen“ zu erkennen seien. Sie erwarten im ersten Quartal 2004 einen BIP-Zuwachs von „etwas weniger als 0,5 %“ im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Für das Gesamtjahr rechnen die Bundesregierung sowie führende Institute nach drei Jahren der Stagnation wieder mit einem Wachstum von bis zu 2 %. 2003 war die Wirtschaft zum zweiten Mal seit der Einheit real um 0,1 % geschrumpft und knapp an einer Rezession vorbei geschrammt.

Grund für die höhere Wirtschaftsleistung im vierten Quartal war nach Berechnung der Statistiker der Anstieg der Investitionen. Sowohl in Ausrüstungen (plus 1,9 %), als auch in Bauten (plus 1,6 %) sowie in Computersoftware und Urheberrechte (plus 1,0 %) steckten Unternehmen deutlich mehr Geld als im Vorquartal. „Die Unternehmen werden von den guten Absatzaussichten ermuntert und haben Ersatzbedarf“, sagte Harald Jörg von der Dresdner Bank. Es gebe Anzeichen für eine Belebung der Binnennachfrage.

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