Euro-Zone
Inflation bleibt hartnäckig hoch

Die Inflation in der Euro-Zone bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Teuerungsrate lag im Februar bei durchschnittlich 2,7 Prozent. Grund sind gestiegene Ölpreise und Anhebungen der Mehrwertsteuer.
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BrüsselTeures Heizen und Tanken hält die Inflation in der Euro-Zone auf hohem Niveau. Waren und Dienstleistungen kosteten im Februar durchschnittlich 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Schon in den beiden Vormonaten lag die Teuerungsrate auf diesem Niveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

Diese Zielmarke wird in diesem Jahr voraussichtlich wieder verfehlt. Die EZB rechnet jetzt mit einer Inflationsrate von 2,1 bis 2,7 Prozent, nachdem sie im Dezember noch einen Rückgang bis auf 1,5 Prozent vorausgesagt hatte. „Es bestehen weiter Aufwärtsrisiken“, räumte EZB-Präsident Mario Draghi ein.

Wegen der Iran-Krise kostete Öl - in Euro gerechnet - in den vergangenen Wochen so viel wie noch nie. Viele Länder haben zudem im Kampf gegen die Schuldenkrise die Mehrwertsteuer angehoben, was Waren und Dienstleistungen ebenfalls verteuert.

Energie kostete 9,5 Prozent mehr als im Februar 2011. Alkohol und Tabak verteuerten sich um 4,1 Prozent, Nahrungsmittel um 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um durchschnittlich 0,5 Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Zone: Inflation bleibt hartnäckig hoch"

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  • EZB Geldhahn auf => Euro runter => Öl teuer

    So einfach importiert man Inflation

  • Also das verstehe ich nun aber gar nicht.
    heute Morgen las ich doch hier noch, dass Bofinger, ein Wirtschftsweiser, bekannt gibt, dass es doch gar nicht zur Inflation kommt und nun diese Meldung?
    Also sehr komisch
    Bofinger betreibt offensichtlich im Auftrag Bürgerverarsche.
    Er hat sich damit absolut unglaubwürdig gemacht und sollte in der Zukunft schweigen

  • Während sich die USA von Ölimporten freimachen und auf Gas umschwenken, scheint man hier zu glauben, daß mit halbherzigen Mätzchen ein Kollaps zu vermeiden wäre.

    http://www.bps-niedenstein.de/

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