Eurozone
Inflation bleibt niedrig

Die Inflation in der Euro-Zone liegt wie schon im Vormonat bei 0,8 Prozent. Die Zahl liegt weit vom Zielwert der Europäischen Zentralbank entfernt. Nun steigt der Druck auf die Währungshüter.
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LuxemburgDer Preisauftrieb in der Eurozone bleibt auf niedrigem Niveau. Im Februar lag die jährliche Teuerungsrate wie schon im Vormonat und im Dezember 2013 bei 0,8 Prozent. Das geht aus einer Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union, Eurostat, vom Freitag hervor.

Hauptgrund sind deutlich fallende Energiepreise: Sie lagen im Februar 2,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Zudem schwächte sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln etwas ab. Ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ist die Inflation gestiegen. Die sogenannte Kernrate lag bei 1,0 Prozent und damit 0,2 Punkte höher als im Januar.

Der Februar-Wert liegt weit vom Zielwert der Europäischen Zentralbank von knapp 2,0 Prozent entfernt, bei dem die Währungshüter die Preisstabilität gewahrt sehen. Unter der Schwelle von 1,0 Prozent liegt die Inflation bereits seit Oktober 2013. Wegen des dauerhaft niedrigen Niveaus lastet Druck auf den Währungshütern, ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern. Um deflationären Risiken entgegen zu wirken, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen weiter senken.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte zwar am Donnerstag vor einer dauerhaft niedrigen Teuerungsrate gewarnt: „Wenn die Inflation für eine längere Zeit niedrig bleibt, ist das natürlich ein Risiko an sich“, sagte Draghi bei einer Veranstaltung der Bundesbank in Frankfurt. Zunehmende Ängste vor einer Abwärtsspirale aus sinkenden Verbraucherpreisen und schwachem Wirtschaftswachstum dämpfte Draghi jedoch: „Wir befinden uns definitiv nicht in einer Deflation.“ Voraussetzung dafür wären fallende Preise auf breiter Front - dies gilt volkswirtschaftlich als große Gefahr. Bislang gibt es laut dem Notenbank-Chef aber keine Anzeichen dafür, dass Konsumenten ihre Ausgaben aufschieben und so die Wirtschaft abwürgen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Eurozone: Inflation bleibt niedrig"

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  • Ich habe große Zweifel, ob die offizielle Inflationsrate stimmig ist. Meines Erachtens wird sie nach unten gemogelt. Angst vor Deflation muss in Europa nun wirklich keiner haben.

  • Es ist zweifelhaft, ob die offizielle Inflationsrate überhaupt zutrifft. Meines erachtens wird sie nach unten gemogelt. Angst vor Deflation muss nun wirklich kein Mensch haben.

  • (Die Währungshüter die Preisstabilität)

    Das mag ja aktuell vielleicht zutreffen. Wenn man die Arbeitslosen Zahlen sieht, die Belastungen der Bürger,so wie die Staatsverschuldung im EU Raum. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Unternehmen die Preise senken müssen. Den nach grossen Lohnerhöhungen sieht es nicht gerade aus.

    Die Pappnasen von Währungshüter sollten es mal mit Hypnose versuchen, vielleicht glauben es ihnen dann die Bürger. Oder Endlich ihren Job machen. Den 2 und 2 sind 4 und nicht 5.

    Es würde schon einiges helfen wenn der Euro zum Dollar und den anderen Währungen auf einen fairen Wert kämme.

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