Exodus am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung
Konjunkturabteilung des DIW löst sich offenbar auf

Die Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin befindet sich nach einem Pressebericht im Prozess der Auflösung.

HB HAMBURG. Die Wochenzeitung "Zeit" berichtet in ihrer neuesten Ausgabe, dass nicht nur Abteilungsleiter Gustav Horn zum Jahresende in Unfrieden ausscheidet und die Leitung des neuen gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) übernimmt. Daneben hätten fünf DIW-Mitarbeiter ein verbindliches Angebot, Horn nach Düsseldorf zu begleiten. Es sei damit zu rechnen, dass sie dem Ruf folgen. Gut die halbe Abteilung wäre damit verwaist.

Weitere DIW-Wissenschaftler wollen dem Bericht zufolge in den kommenden Wochen entscheiden, ob sie sich ebenfalls eine neue Wirkungsstätte suchen. Auf jeden Fall werde DIW-Präsident Klaus Zimmermann eine neue Mannschaft für die Konjunkturabteilung zusammenstellen müssen. Das DIW ist eines der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute. Mit Jahresbeginn übernimmt der Ökonomieprofessor und Chefvolkswirt der Europäischen Investitionsbank (EIB), Alfred Steinherr, die kommissarische Leitung der DIW-Konjunkturabteilung.

Eine Sprecherin des DIW bestätigte nicht, dass mit einem Ausscheiden weiterer fünf Mitarbeiter der Abteilung zu rechnen sei. Horn sei definitiv der einzige Mitarbeiter der Konjunkturabteilung, der diese zum 31. Dezember verlassen werde. Zu weiteren Personalangelegenheiten könne man nichts sagen. "Generell ist im gesamten DIW immer eine hohe Fluktuation gewollt", sagte die Sprecherin zu Dow Jones Newswires. Eine Fortsetzung der Arbeit der Konjunkturabteilung des Instituts sei "in keiner Weise gefährdet," erklärte sie weiter.

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