Experten sehen nur noch moderate Erholung
Volkswirte zum ZEW-Indikator "Diese Zahl ist ein Schock"

Der Saldo der Konjunkturerwartungen in der monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Finanzmarktexperten sank auf 49,7 von 57,6 Punkten im März, wie das ZEW am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 58,0 Zähler gerechnet. Ihre ersten Reaktionen:

HB BERLIN. Adolf Rosenstock, Nomura International: „Diese Zahl ist wirklich ein Schock, der Index ist fast acht Punkte gefallen. Das Vertrauen in die Erholung ist noch weiter gesunken. Es ist zwar immer noch da, aber es verblasst. Die Wachstumserwartungen von Analysten sind eindeutig enttäuscht worden, und die politische Situation war auch entscheidend, vor allem im Irak und die Bomben in Madrid. Die Anschläge in Madrid haben offensichtlich einen weit länger andauernden Einfluss als zunächst vermutet. Die Daten zeigen, dass die deutsche Wirtschaft sehr fragil aussieht und dass sie gegenüber Störungen aus dem In- und Ausland sehr verwundbar ist.“

Bernd Weidensteiner, DZ Bank: „Die Erwartungsblase von Ende vergangenen Jahres hat ganz gehörig an Luft verloren. Die Erwartungskomponenten von ZEW und Ifo waren der Realität ja auch ganz gehörig vorausgelaufen. Jetzt haben sich die Erwartungen an die Lage angepasst, und nicht umgekehrt. Dies bestätigt, dass dieses Jahr allenfalls ein moderates Wachstum drin ist. Die Voraussetzungen für moderates Wachstum sind aber weiter gegeben, von der Hoffnung auf höhere Wachstumsraten musste man sich ja schon länger verabschieden. Die neuen Daten sind aber auch kein Grund, jetzt wieder in Konjunkturpanik zu verfallen.“

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