Geschäfte der US-Industrie besser als erwartet
Freundliche Konjunktursignale aus den USA

Stärker als erwartet hat sich, nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan, das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes verbessert. Auch die Geschäfte der US-Industrie sind im Juni besser gelaufen als erwartet. Dank des schwächeren Euros hellte sich die Situation auch in Deutschland und der Euro-Zone auf. Die Industrie musste hier nur noch geringere Geschäftseinbußen als in den vergangenen Monaten verkraften.

HB NEW YORK. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 53,8 von 51,4 Punkten im Vormonat, teilte das Institute for Supply Management (ISM) am Freitag mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 51,5 Punkte gerechnet. Ein Index-Wert von über 50 Punkten deutet auf eine Expansion im Verarbeitenden Gewerbe hin, Werte darunter zeigen ein Schrumpfen an. Volkswirte werteten die Daten als ermutigendes Signal für die künftige Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft.

Auf eine schwächere Entwicklung hatte der am Vortag vorgelegte Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago schließen lassen, der auf 53,6 von 54,1 Punkten im Mai gefallen war. Der Chicagoer Index gilt üblicherweise als Indikator für die landesweite Entwicklung. Dagegen signalisierten auch die Teilindizes des ISM eine weitere Erholung der US-Wirtschaft. So zog der Beschäftigungsindex auf 49,9 (Mai 48,8) Punkte an und lag damit nur noch knapp unter der auf eine Expansion hindeutenden Marke von 50 Punkten. Eine auch künftig gute Beschäftigung der US-Verarbeiter signalisierte zudem der der Teilindex der Neuaufträgen mit einem Anstieg auf 57,2 von 51,7 Zählern. Darüber hinaus deuteten die Daten des ISM trotz der jüngst kräftig gestiegenen Energiekosten auf eine nachlassende Inflation. Der Teilindex für die bezahlten Preise ging auf 50,5 (58,0) Punkte zurück.

Optimistischer beurteilen mittlerweile auch wieder die US-Verbraucher die künftige konjunkturelle Entwicklung in ihrem Land. Nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan kletterte der entsprechende Index auf 96,0 Punkte von 86,9 Zählern im Mai, und damit stärker als erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 94,8 Punkte gerechnet.

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