Gute Konjunktur
Forscher rechnen weniger Arbeitslosigkeit

Arbeitsmarktforscher rechnen mit einem weiterem Rückgang der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten, eine Befragung aller Arbeitsagenturen stimmt optimistisch. Grund ist vor allem die robuste Konjunktur.
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NürnbergDank der guten Konjunktur rechnen Arbeitsmarktforscher mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten. In den Arbeitsmarktagenturen halte sich die überwiegend optimistische Stimmung, erklärte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg am Montag. Aktuell bestünden zwar wirtschaftliche Risiken durch den Konflikt mit Russland, der Konjunkturaufschwung zeige sich aber bislang robust. Das Arbeitsmarktbarometer des IAB sei mit 101,5 Punkten weiter auf gutem Niveau. Gegenüber März sei es im April geringfügig um 0,3 Punkte gefallen.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer basiert auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden drei Monaten. Die Skala reicht von 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) bis 110 (stark sinkende Arbeitslosigkeit).

Zu den Auswirkungen des geplanten Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde äußerte sich IAB-Chef Joachim Möller am Montag in der "Süddeutschen Zeitung". "Horrorszenarien" seien absolut nicht angemessen, betonte er. Möller verwies darauf, dass das gute Dutzend an Lohnuntergrenzen, die es in einzelnen Branchen in Deutschland längst gibt, der Beschäftigung nicht geschadet hätten. Auch in Großbritannien, dem "Musterland des Mindestlohns" in Europa, habe sich die Befürchtung nicht bewahrheitet, es könnten zwei Millionen Stellen verloren gehen. "Wenn man Deutschland insgesamt anschaut und auch die Übergangsfristen sieht, sind 8,50 Euro vertretbar und akzeptabel."

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wenn sich diese FORSCHER mal mit der Realität auseinandersetzen würden und zur Kenntnis nehmen,dass wir nahezu 20 % AL-Quote haben würde das vielleicht helfen. Bei unseren real 8 Millionen Arbeitslosen , die immer durch die Politik und Beamtenschaft auf 3 Millionen nach unten gelogen werden müssen diese FORSCHER doch feststellen , dass wir daran ersticken ebenso wie an der Staatsverschuldung was ja auch über 5,4 Billionen sind und die auf 2 Billionen nach unten gelogen werden !Also tut endlich was und schreibt keinen Unsinn.

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