Handelsdefizit
Japans Exporte sinken weniger als gedacht

Das Finanzministerium in Tokio hat erneut schwache Exportzahlen gemeldet. Die Krise in Europa belastet die exportabhängige japanische Wirtschaft. Dabei liegt der wichtigste Auslandsmarkt des Landes woanders.
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TokioJapans Exportwirtschaft bleibt weiter in der Krise. Die Ausfuhren der wichtigsten asiatischen Volkswirtschaft fielen im August zum Vorjahr um 5,8 Prozent, wie das Finanzministerium in Tokio am Donnerstag mitteilte.

Der Rückgang im dritten Monat in Folge fiel allerdings geringer aus als von Analysten geschätzt. Sie hatten mit einem Einbruch um 7,3 Prozent gerechnet. "Die externe Nachfrage wird voraussichtlich weiterhin schwach bleiben und es ist nicht auszuschließen, dass Japan im kommenden Fiskaljahr weiterhin ein Handelsdefizit ausweisen wird", sagte Takeshi Minami, Chefvolkswirt des Forschungsinstituts Norinchukin.

Abermals zu schaffen machte der japanischen Exportbranche das schleppende Wachstumstempo in China, dem wichtigsten Auslandsmarkt Japans. Die Ausfuhren dorthin fielen um 9,9 Prozent zum Vorjahr.

Dagegen stiegen die Exporte in die USA als zweitwichtigstem Markt um 10,3 Prozent an. Auch das Handelsbilanzdefizit mit der Europäischen Union stieg auf einen Rekordwert von 96,2 Milliarden Yen an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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