Hilfspaket
Bank von England pumpt fünf Milliarden in den Markt

Die Bank von England hat zur Eindämmung der Kreditkrise den Finanzmärkten fünf Milliarden Pfund zur Verfügung gestellt. Das dreitägige Notprogramm gelte ab sofort und sei den Bedingungen an den kurzfristigen Geldmärkten geschuldet, gab die Zentralbank bekannt. Die Offerte war binnen kürzester Zeit fast fünffach überzeichnet.

HB LONDON. „Angesichts der Bedingungen auf dem Geldmarkt an diesem Morgen ist die Lage sehr ernst und stellt einen neuen, ungewünschten Effekt der Kreditklemme dar“, erläuterte Analyst Philip Shaw von Investec. Fünf Milliarden Pfund seien eine „wirklich große Summe“.

Es ist erst der zweite Schritt dieser Art durch die Bank von England seit Beginn der Kreditmarktkrise im vergangenen Sommer. So sprang sie das letzte Mal im September mit einem milliardenschweren Kreditnotprogramm ein, als Kunden der schwer angeschlagenen Hypothekenbank Northern Rock in Scharen Geld entzogen. Die kriselnden Bank wird nun bis auf weiteres verstaatlicht, weil sich keine andere Lösung finden ließ.

Für die jüngsten Schockwellen auf den Kreditmärkten ist die US-Investmentbank Bear Stearns verantwortlich, die wegen der Krise offenbar nur knapp an einer Pleite vorbei geschrammt ist. Die fünftgrößte US-Investmentbank wird zu einem Spottpreis von 236 Millionen Dollar oder zwei Dollar pro Aktie von der Konkurrentin JPMorgan Chase übernommen.

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