Ifo-Index
Geschäftsklima in Deutschland bricht ein

Dunkle Wolken brauen sich über Deutschland zusammen. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts ist auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren eingebrochen. Die Staatsschuldenkrise belastet den Wirtschaftsausblick.
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München/BerlinDie verschärfte Schuldenkrise setzt der Stimmung in der deutschen Wirtschaft immer stärker zu. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist von 106,9 auf 105,3 Punkte, gefallen, wie das Institut in München mitteilte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage zwar etwas besser, ihre Geschäftsaussichten jedoch deutlich schlechter. Der erneute Rückgang war erwartet worden, denn die meisten anderen Frühindikatoren haben sich ebenfalls deutlich eingetrübt.

Damit sank das an den Märkten stark beachtete Ifo-Barometer den zweiten Monat in Folge. Das ist der niedrigste Wert seit März 2010. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 105,9 Punkte erwartet. "Die deutsche Wirtschaft befürchtet zunehmende Beeinträchtigungen durch die Eurokrise", so Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Die 7000 vom Ifo-Institut befragten Manager schätzten auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter ein als zuletzt. Das Barometer fiel auf 97,3 Zähler von 100,8 Punkten. Experten hatten hier einen Rückgang auf 99,8 Zähler vorausgesagt. Die Exportindustrie sieht gleichfalls deutlich schlechtere Geschäfte voraus. „Auch die Beschäftigungspläne bleiben defensiv ausgerichtet“, sagte Ifo-Präsident Sinn.

Die Geschäftslage wurde indes allgemein besser beurteilt. Dieser Index stieg auf 113,9 Punkte von 113,2 Zählern.

"Die Stimmung der deutschen Unternehmen sackt immer weiter ab. Nachdem zuvor schon die Einkaufsmanagerindizes in den Rezessionsbereich gesunken waren, gibt nun auch das bislang noch vergleichsweise zuversichtliche Ifo-Geschäftsklima spürbar nach, allen voran die Geschäftserwartungen", sagte Andreas Scheuerle, Ökonom der Dekabank zu den Umfrageergebnissen. Verantwortlich dafür sei zu einem großen Teil die Schuldenkrise, die infolge der Unsicherheit über die Fortsetzung des griechischen Reformkurses sowie der Probleme Spaniens und Italiens wieder aufgeflammt sei. Erschwerend komme hinzu, dass die Frühindikatoren auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur hindeuteten. Damit werde das Sicherheitsnetz der deutschen Unternehmen löchriger.

"Das zweite Quartal lebte zunächst noch von der Schubkraft des ersten Vierteljahrs. Doch zu Quartalsende scheint sich die wirtschaftliche Dynamik so stark verlangsamt zu haben, dass man für den Zeitraum Juli bis September mit einer Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts rechnen muss", so Scheuerle.

"Die Unternehmen befürchten, dass die Schuldenkrise auf die Exporte durchschlagen werden. In Südeuropa bricht die Wirtschaft wegen der harten Sparprogramme ein. Das kommt zeitverzögert bei den deutschen Unternehmen an", ergänzt sein Kollege Stefan Schilbe vom Bankhaus HSBC Trinkaus.

Der Euro hat nach dem Ifo im Verlauf einen Schritt zur Seite gemacht. Impulse für den Euro könnten im Tagesverlauf von dem Treffen der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ausgehen. Dabei soll es um gemeinsame Strategien gegen die Schuldenkrise gehen.
Die Sorgen um einen Euro-Austritt Griechenlands hatten sich nach dem Sieg des Reformlagers zuletzt zwar gelegt. Die eskalierende Schuldenkrise um Spanien und Italien macht jedoch zunehmend auch deutschen Firmen zu schaffen: Die Privatwirtschaft ist hierzulande im Juni so stark geschrumpft wie während der weltweiten Finanzkrise vor drei Jahren nicht mehr, wie aus dem Markit-Einkaufsmanagerindex hervorgeht.

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  • Eben öfter Personalfluktuationen Politiker,Manager,Personaldirektorin und Direktor,Plagiate, Soziophatische Wahnsinn.....

  • Die Erosion des Vertrauens geht mit der Untätigkeit einher. Statt zu retten und nach vorne zu denken und zu handeln wird alles elendig lange diskutiert bis auch das letzte bißchen Vertrauen zerstört ist.
    „retten“ wird inzwischen für das Wort „zahlen“ verwendet, vielleicht auch für das Wort „haften“ was aber später ebenfalls auf „zahlen“ hinausläuft.

    Hier der aktuelle Haftungspegel der Euroländer: (ohne Spanien)
    http://www.cesifo-group.de/ifotools/print?_language=d&_link=http%3A%2F%2Fwww.cesifo-group.de%2Fportal%2Fpage%2Fportal%2FifoHome%2FB-politik%2F_Haftungspegel
    Es stellt sich die Frage, wie hoch der „Rettungsanteil“ Deutschlands liegen darf, unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Konjunkturlage. Der nächste Konjunktureinbruch kommt bestimmt.
    Wer rettet dann die Retter? Von wem können die Länder, die viellleicht sogar wegen ihrer großzügigen Rettungsaktionen nun selbst am Abgrund stehen gerettet werden? Fr. Merkel sagt, dass alles Schall und Rauch ist, wenn z. B. Deutschland mit den Unterstützungsaktionen überfordert ist. Wie wird diese Messlatte denn definiert? Wer bestimmt die Obergrenze? Welche Sicherheiten erhalten die Retter für ihre Rettungsgelder? Nicht alle Staaten stellen die Steuergelder aus ihrem Haushalt so blauäugig und zu 0 Sicherheiten anderen Ländern zur Verfügung wie wir.
    Die (sozialdemokratische!) Finanzministerin Finnlands hat sich geweigert, weiter finnisches Geld im griechischen Fass ohne Boden zu riskieren. Um nicht am finnischen Widerstand das ganze Rettungspaket zu gefährden, überschrieb die griechische Regierung daraufhin dem finnischen Staat erstrangig besicherte Pfänder.
    Diese Absicherung sollte schleunigst für alle eingeführt werden. Dann würde viel zügiger gerettet werden.
    Ebenso muss eine Regelung des Umgangs mit den Target2-Salden her. (Vorlage: USA)
    Mich würde die Reaktion der anderen Euroländer interessieren, wenn es um 3stellige Rettungsgelder für Deutschland geht. Möge es nie soweit kommen!

  • Was macht Frau Merkel in Berlin?
    Sie merkelt da so vor sich hin,
    sie merkelt hin und merkelt her,
    die Merkelei die ist nicht schwer

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