Ifo-Index und Konsumklima
Hoffnungszeichen für die deutsche Wirtschaft

Die deutschen Unternehmen blicken positiver in die Zukunft. Der wichtigste Gradmesser für ihre Stimmung steigt. Noch besser sieht es bei den Konsumenten aus: Sie sind in Kauflaune wie seit über fünf Jahren nicht mehr.
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BerlinNach Rückschlägen in den vergangenen Monaten verbessert sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Darauf deuten aktuelle Daten zur Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern hin. Sowohl der Ifo-Geschäftsklimaindex zur Stimmung der Unternehmen als auch der vom Nürnberger GfK erhobene Konsumklimaindex sind gestiegen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex legte um 1,3 auf 105,7 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 7000 Unternehmen mit. Das ist der erste Anstieg nach zwei Rückgängen in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem leichten Plus auf 104,5 Zähler gerechnet. "Die deutsche Konjunktur behauptet sich in einem schwierigen europäischen Umfeld", sagte Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen.

Das Geschäftsklima verbesserte sich sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern und im Groß- und Einzelhandel. "Die Exporterwartungen sind zwar leicht gesunken, signalisieren aber weiterhin, dass die Firmen mit Impulsen aus dem Ausland rechnen", sagte Carstensen. Nur in der Baubranche ließ die Stimmung etwas nach. Die Unternehmer schätzten die Aussichten für die kommenden sechs Monate genauso ein wie im Vormonat. Die Lage wurde dagegen überraschend besser bewertet: Der Index kletterte um 2,7 auf 110,0 Punkte.

Konjukturbarometer

Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex

von Mai 2012 bis Mai 2013 (Punkte)


Auch das Konsumklima in Deutschland ist so gut wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Das vom Nürnberger GfK durch eine Umfrage unter 2000 Verbrauchern erhobene Barometer kletterte im Juni um 0,3 auf 6,5 Punkte. „Das ist der höchste Wert seit September 2007“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Der intakte Arbeitsmarkt, gute Tarifabschlüsse sowie eine sinkende Inflation stützten die gute Stimmung. Hinzu komme die niedrige Sparneigung, die im Mai auf einen neuen historischen Tiefstwert gesunken ist. „Dies ist vermutlich auch auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank zurückzuführen, die Zinsen in der Euro-Zone noch einmal zu senken, um die Konjunktur anzukurbeln“, sagte Bürkl.

Verbraucherstimmung in Deutschland

GfK-Konsumklima-Index

von Mai 2012 bis Mai 2013 und Prognose für Juni 2013 (Punkte)

„Aufgrund des hohen und stabilen Beschäftigungsniveaus haben die Verbraucher kaum Angst davor, ihren Job zu verlieren“, sagte Bürkl. „Dies sorgt für hohe Planungssicherheit, was gerade für größere Anschaffungen eine wichtige Voraussetzung ist.“ Das niedrige Zinsniveau steigere zudem die Anreize, Kredite aufzunehmen. Geld auf die hohe Kante zu legen, sei dagegen eher unattraktiv.

Die Konsumenten hatten sich bereits im ersten Quartal als Stütze der deutschen Wirtschaft erwiesen und ein Abrutschen in die Rezession verhindert. Sinkende Investitionen und Exporte sowie witterungsbedingte Behinderungen am Bau hatten die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal nur um 0,1 Prozent wachsen lassen. Die Bundesbank erwartet aber einem Anziehen der Wirtschaft im Frühjahr. "Für das zweite Quartal 2013 ist mit einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Belebung zu rechnen", heißt es im aktuellen Monatsbericht. Wegen des schwachen Jahresauftakts hat der Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine Wachstumsprognose für 2013 mehr als halbiert - von 0,7 auf 0,3 Prozent.

Agentur
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  • Hoffnung für die deutsche Wirtschaft?
    Wo soll die denn herkommen, der künstlich teuer gehaltene EURO blockiert wohl eher Ausführgeschäfte.

    "Noch besser sieht es bei den Konsumenten aus: Sie sind in Kauflaune wie seit über fünf Jahren nicht mehr."

    Weshalb wohl, keiner traut dem Braten mehr.
    Bevor das Geld nichts mehr wert ist, setzen es die Leute lieber in Sachwerte um.

    Griechenland hält immer noch die Hände auf. Sei es durch Forderung von Schuldenerlaß oder Nachschuss von Stützungsmilliarden. Und Griechenland steht schon lange nicht mehr allein da als Bittsteller in Europa. Was dem einen billig ist dem anderen Recht. Da kommt Europa nicht mehr raus, solange sie eine Gemeinschaftwährung durch Gelddrucken und Schuldenanhäufung am Leben erhalten müssen.

    Wie heißt es doch so schön - Die Hoffnung stirbt zuletzt -
    Aber in diesem Fall wird auch sie sterben, veruracht durch die uneinsichtige EURO-Schuldenpolitik.

    Das Anhalten dieser Krise ist schon lange nicht mehr den Banken geschuldet. Diese Ausrede zieht nicht mehr.
    Die Banken können sie auch nicht beenden, solange die Politiker sie am Leben erhalten.




  • "Die deutschen Unternehmen blicken positiver in die Zukunft."

    LOOOOOOOL Ja klar doch! :D und Griechenland ist auf einem guten Weg, stimmts? :D

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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