Konjunktur
Ifo-Wirtschaftsklima in Euro-Zone stagniert

HB MÜNCHEN. Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone ist im dritten Quartal stabil geblieben. Allerdings stützt sich die Stimmung in der Wirtschaft zunehmend auf die Hoffnung auf bessere Geschäfte, während sich die aktuelle Lageeinschätzung der 275 befragten Experten aus Unternehmen und internationalen Institutionen weiter eintrübte, wie das Ifo-Institut am Donnerstag in München mitteilte. Die EZB wird nach Ansicht der Befragten ihren Schlüsselzins in den nächsten sechs Monaten bei zwei Prozent halten, auch die Kapitalmarktzinsen dürften nur leicht steigen. Die Inflationsrate wird sich ihnen zufolge 2005 bei 2,0 % einpendeln.

Das Wirtschaftsklima verharrte nach Ifo-Angaben im dritten Quartal bei 78,8 Punkten. Der Teilindex zur Lagebeurteilung sank jedoch auf 59,8 von 65,4 Zählern im zweiten Quartal. Der Erwartungsindikator stieg dagegen auf 94,6 von 89,9 Punkten.

Den Spitzenplatz im Urteil der Experten nimmt weiter die Wirtschaft Irlands ein. Die Urteile zur gegenwärtigen Lage haben hier den höchsten Wert auf der Skala erreicht. Auch die bisher schon positiven Erwartungen haben sich weiter verbessert. Abgesehen von Irland wird die gesamtwirtschaftliche Situation nur noch in Finnland und in Spanien positiv eingeschätzt. In Österreich, Griechenland und Luxemburg gilt die Lage zumindest als befriedigend. Erstmals sei langem fielen auch in Deutschland und Frankreich die Lage-Urteile wieder etwas günstiger aus.

Auch die wirtschaftlichen Erwartungen für die beiden größten Länder der Euro-Zone hellten sich dem Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) zufolge etwas auf. Trotzdem befinde sich das Wirtschaftsklima in beiden Ländern noch im negativen Bereich. Gleiches gelte für Belgien und in noch stärkerem Maße für die Niederlande, Italien und Portugal.

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