Immobilienkrise
US-Verbrauchervertrauen und Hausverkäufe brechen ein

Aus den USA kommen am Dienstag Konjunkturdaten, die den Märkten gar nicht gefallen dürften: Das Verbrauchervertrauen hat sich im April deutlich eingetrübt - und die Hausverkäufe so stark in den Keller gegangen wie seit 1989 nicht mehr.

HB WASHINGTON. Wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag berichtete, fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 104,0. Von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von 105,0 prognostiziert. Für den Vormonat war zunächst ein Wert von 107,2 ausgewiesen worden, der nun auf 108,2 korrigiert wurde. Der Index für die Erwartungen wurde für April mit 85,8 (Vormonat: 87,9) angegeben. Der Index für die Einschätzung der gegenwärtigen Situation verringerte sich auf 131,3 (138,5).

„Anders als beim Rückgang im März, der ausschließlich aus der Unsicherheit über den kurzfristigen Wirtschaftsausblick resultierte, ist die Eintrübung in diesem Monat eine Kombination aus schwächeren Erwartungen und einer ungünstigeren Beurteilung der Lage“, erklärte Lynn Franco, Herausgeberin der Studie. Vor allem die steigenden Benzinpreise hätten auf den Erwartungen gelastet.

Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den USA fiel im März verglichen mit dem Vormonat um saisonbereinigt 8,4 Prozent auf einen Jahreswert von 6,12 Millionen. Dieser Rückgang ist der stärkste seit 1989. Volkswirte hatten einen Jahreswert von 6,42 Millionen prognostiziert. Im Februar hatte der Wert bei annualisiert revidiert 6,68 Millionen gelegen.

David Lereah, Chefvolkswirt der National Association of Realtors (NAR), versuchte den Rückgang zu relativieren. Beobachter hätten angesichts der Witterungsbedingungen in diesem Winter seit Monaten mit einem deutliche Minus im März gerechnet, sagte er. Eine Rolle könnte aber auch die Krise im Markt für Hypothekenfinanzierungen von Schuldnern mit geringerer Bonität gespielt haben.

»  Wie die Märkte auf die Daten reagieren

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