IWF: Yuan nicht unterbewertet
Weiche Landung für Chinas Wirtschaft nicht sicher

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist eine weiche Landung für die kräftig wachsenden Wirtschaft Chinas noch nicht sicher. Die Regierung in Peking habe zwar Maßnahmen ergriffen, um Investitionen in einigen überhitzten Bereichen zu verlangsamen. Dennoch bestünden kurzfristige Sorgen, hieß es in dem am Mittwoch vorgelegten Jahresbericht des IWF zu China.

HB WASHINGTON. China habe geschickt versucht, seine Wirtschaft mit Kredit- und Investitionskontrollen zu regeln und anscheinend funktioniere das auch. „Unsere Sorge gilt mehr der enormen Liquidität im Bankensystem, und wenn die Kontrollen der Verwaltung weniger effektiv werden, könnte das Kreditwachstum wieder abheben“, sagte Steven Dunaway, der IWF-Beauftragte für China. Es wäre ein Fehler, die Kontrollen bei Investitionen und Krediten zu lockern, sagte er.

Der IWF hat dem Bericht zufolge keine Hinweise dafür gefunden, dass der an den US-Dollar gekoppelte chinesische Yuan unterbewertet sei. Eine Lockerung der Dollar-Koppelung der chinesischen Währung wäre jedoch im Interesse Chinas, hieß es. Vor allem die USA, aber auch die Europäische Union, haben China in der Vergangenheit wiederholt aufgefordert, den Wechselkurs des Yuan freizugeben. Insbesondere die US-Regierung steht unter dem Druck der heimischen Industrie. Sie kritisiert, China halte seinen Währungskurs künstlich niedrig und verschaffe seiner Exportwirtschaft Vorteile zu Lasten des US-Arbeitsmarktes.

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